Um die verschiedenen Erdstrukturen und ihre Jahrmillionen alte Geschichte geht es im Geologischen Garten. Dementsprechend hat der Garten die schneckenähnliche Form eines Ammoniten, der wohl berühmtesten Fossilart.

Herzstück des Geologischen Gartens ist eine Erdzeituhr in Form eines Ammoniten, auf der die aufeinanderfolgenden Erdzeitalter wie auf einem Zifferblatt abgelesen werden können. So wird die Entwicklungsgeschichte der ca. 4,5 Milliarden Jahre alten Erde veranschaulicht: Während Erdurzeit und Erdfrühzeit – die Zeiten der „Ursuppe“ ohne Tierwelt – von der gesamten Erdzeitgeschichte mit 3,93 Milliarden Jahren das größte Segment einnehmen, ist die letzte, heute noch andauernde Erdneuzeit dagegen erst 65 Millionen Jahre alt.

Den Mittelpunkt der Erdzeituhr bildet ein Quellstein. Von ihm ausgehend läuft das Wasser, als Symbol des Lebens, über eine schneckenförmig geführte Rinne durch die Epochen der Erdgeschichte. In den verschiedenen Segmenten der Erdzeitepochen sind die jeweils darin entstandenen Gesteine zu sehen – und auch der Weg um die Erdzeituhr ist mit den typischen Leitgesteinen der jeweiligen Zeit gepflastert.

Pflanzen wie Birke und Weide und die Beete mit Kulturpflanzen dokumentieren die letzte Phase der Erdzeitgeschichte und den Einfluss des Menschen auf die heutige Landschaft, z.B. den Beginn der Landwirtschaft 6.000 v. Chr. oder die Entwicklung des Forstbaus im 16. Jahrhundert.