Eindrucksvoll demonstriert der Kalenderplatz im nordöstlichen Parkbereich das Wirken von Naturkräften, kosmischen Kreisläufen und astronomischen Gesetzmäßigkeiten. Im Orangerie-Café lässt sich der Lauf der Zeit entspannt beobachten.

Die Gesamtanlage mit einem Durchmesser von 99 Metern ist wie eine riesige Sonnenuhr gestaltet: die große halbkreisförmige Platzfläche in der Mitte ist gleichzeitig Zifferblatt und markiert Sommer- und Wintersonnenwende sowie die Tag- und Nachtgleichen.

Im Zentrum erhebt sich ein schattenwerfender Stab mit einer goldenen Sonnenkugel an der Spitze, der „Polos“, 14 Meter hoch in den Himmel. Bei Sonnenschein kann die Zeit oberhalb des Schattens des Polos abgelesen werden, und zwar minutengenau über den Minutenring, der im Radius von 7 Metern um den Fuß des Polos verläuft. Die Kalenderzeiten – Tage, Monate, Tag- und Nachtgleichen sowie die Sommer- und Wintersonnenwende – können oberhalb des Schattens der Sonnenkugel des Polos abgelesen werden. Diese Kugel befindet sich exakt über dem geometrischen Mittelpunkt des Platzes.

Der Kalenderplatz wird vom Ring der 24 Stunden eingefasst, der aus großen Stahlrippenpaaren besteht. Jedes Stundenrippenpaar bildet mit der Achse des Polos eine Ebene. Der Durchgang der Sonne durch diese Ebenen zeigt die Zeit an. Bei diesigem Wetter oder in den Morgen- und Abendstunden können die vollen Stunden direkt über die Stundenrippen abgelesen werden.

Im Norden liegt zwischen 10.00 Uhr und 14.00 Uhr das in den Stundenring eingebettete Orangerie-Café. Hier lässt sich der Lauf der Zeit entspannt beobachten. Im Inneren wirft eine genau Nord-Süd-ausgerichtete Kennzeichnung um Punkt 12.00 Uhr Berliner Ortszeit ihren Schatten auf die goldene Meridianlinie in der Mittelachse des Cafés.