Der rund 12.000 Quadratmeter große Rosengarten erinnert an die Britzer Tradition der Rosenzucht. Neben Duft- und Schnittrosen, Hecken-, Wild- und Parkrosen gibt es hier auch historische Rosen zu bewundern.

Bis in die Zwanzigerjahre des letzten Jahrhunderts war Britz berühmt für seine Rosen. Von hier wurde die Metropole mit Schnittrosen beliefert und neben Beet-, Strauch- und Edelrosen kultivierten die Gärtner damals auch die „Britzer Rose“: die „Rosa britzensis“. Mittlerweile sind die seinerzeit beliebten alten Rosensorten, wie „Fisher et Holmes“, „Rosa britzensis“ oder „La France“ längst aus dem Handel verschwunden und nur noch Spezialisten bekannt.

Bei der Planung des Rosengartens standen historische Vorbilder Pate: Dichte dunkelgrüne Eibenhecken umschließen einen geometrisch gestalteten Innenraum und bilden gleichzeitig einen wirkungsvollen Kontrast zu den üppig blühenden Rosen. Durch aufwändigen Formschnitt wurde die Hecke dabei selbst zu einem Kunstwerk mit Fenstern, Schwüngen und Bögen, die den Blick in die umgebende Landschaft freigeben.

Eine rosenberankte Pergola teilt den Garten in zwei symmetrische Schmuckflächen. Hier blühen Edel- oder Teerosen, Floribunda- und Polyantharosen. Räumliche Akzente setzen Pyramiden und Kugeln aus Eiben sowie zahlreiche Hochstammrosen. Niedrige Steinsitzbänke und eine ausladende, im Halbkreis geführte Sitzbank unter der Pergola laden zum Verweilen ein. Außerhalb des Heckenquartiers gedeihen Duft- und Schnittrosen, Hecken-, Wild- und Parkrosen. Auch von den historischen Rosen gibt es im Rosengarten viele Sorten zu bewundern. Sie gehören zu den Rosenklassen, die schon vor 1867 gezüchtet wurden und zeichnen sich durch schön gefüllte Blütenkugeln, reiche Farbschattierungen und einen ausgesprochen intensiven Duft aus.