Der Ursprung der Gärten der Welt liegt in der Berliner Gartenschau, die 1987 anlässlich der 750-Jahr-Feier Berlins und als gärtnerische Antwort der DDR auf den West-Berliner Britzer Garten ihre Tore auf dem Gelände in Berlin-Marzahn öffnete. Nach der Wende wurde die Gartenschau in Erholungspark Marzahn umbenannt und neu gestaltet: große Spiel- und Liegewiesen, neue Spielplätze, Baumpflanzungen, großzügige Blumenbeete mit üppiger Blumenpracht und der umgestaltete Wasserweg mit 14 Brunnen machten den Park zu einer vielfältig nutzbaren Erholungslandschaft für die 300.000 Bewohner der umliegenden Großsiedlungen.

Mit der Eröffnung des Chinesischen Gartens im Jahr 2000 begann ein erneuter Wandel: Der Park stellt sich seither mit seinen Gärten der Welt als überregional bekannter „Wallfahrtsort“ für Gartenenthusiasten dar. 2003 folgten mit dem Japanischen Garten und dem Balinesischen Garten zwei weitere internationale Themengärten. Seit Juli 2005 bereichert der Orientalische Garten das vielfältige Angebot. Als Geschenk der Stadt Seoul an Berlin konnte schließlich im Jahr 2006 der Koreanische, der Seouler Garten eröffnet werden. Zusätzlich entstanden im Jahr 2007 ein Irrgarten und ein Bodenlabyrinth als Beispiele für die europäische Gartenkunst.

Der bereits 1987 angelegte Karl-Foerster-Staudengarten wurde erneuert und steht seit 2008 für die deutsche Gartenkultur zu Beginn des 20. Jahrhunderts innerhalb der Gärten der Welt. Mit dem Italienischen Renaissancegarten öffnete im gleichen Jahr ein weiteres Beispiel für europäische Gartenkunst seine Tore und seit 2011 zeigt der Christliche Garten den Urtypus eines Klostergartens in moderner Form. Als zehnter Garten der Welt entsteht seit 2013 ein Englischer Landschaftsgarten mit Landhaus – das erste Projekt auf einer der beiden Erweiterungsflächen von zusammengenommen 22 Hektar, die im Rahmen der Internationalen Gartenausstellung Berlin 2017 (IGA) eröffnet werden.