Der Marzahner Ausguck bietet einen weiten Blick über die Grenzen der Gärten der Welt hinaus – mitten in die benachbarte Stadtlandschaft der Großwohnsiedlung Marzahn. Wer durch das Klangfernrohr des Berliner Medienkünstlers und Komponisten Georg Klein schaut, blickt in Gedanken noch viel weiter – in imaginäre ferne Länder. Seine Klanginstallation „Grün Hören“ erzählt eine akustische Geschichte und thematisiert den Umgang mit eingewanderten Arten: „Neobiota – Wer darf hier leben?“. Aus den Bäumen der Umgebung ertönen unerwartete, variierende Klangfolgen – Tierlaute, Naturgeräusche und Kunstklänge.

Ausgelöst wird die Klangerzählung über Lichtschranken, die Passantinnen und Passanten beim Überqueren der Tälchenbrücke aktivieren. Die Tälchenbrücke verbindet die Gärten der Welt mit dem Nordhang des Kienbergs und bietet einen Zugang zu den Gärten der Welt. Auf nur einem paarigen Doppelmittelpfeiler ruht die 85 Meter lange und 2,5 Meter breite Brücke aus Cortenstahl in einer Höhe von 10 Metern.

Das Kunstprojekt „Grün Hören“ entstand im Rahmen der Internationalen Gartenausstellung als Kooperation zwischen der Grün Berlin GmbH, der IGA Berlin 2017 GmbH und der Stiftung NaturTon, einer Initiative von Musikerinnen und Musiker der Staatskapelle Berlin.

Daten & Fakten

Planung Klanginstallation „Grün Hören“ Georg Klein Berlin
Eröffnung April 2017 zur IGA Berlin 2017