Der Rhododendron gehört zu den beliebtesten Gartenpflanzen – vom Frühjahr bis zum Sommer erfreut er mit seiner Blütenpracht. In den Gärten der Welt ist ihm dementsprechend eine circa 4.600 Quadratmeter große Fläche gewidmet, die ihn in seiner Variationsfülle mit einem einzigartigen Farbspektrum präsentiert.

Bereits zur Berliner Gartenschau 1987 wurde ein 2.500 Quadratmeter großer Rhododendronhain angelegt. Die Anlage war seinerzeit etwas ganz Besonderes, da die Pflanze in der DDR nur in einer einzigen Baumschule gezogen wurde. Von seiner Anziehungskraft hat dieser Garten bis heute nichts verloren – sie scheint im Gegenteil mit den Pflanzen gewachsen. Unter Eichen, Eschen und Eschenahorn dominieren hier vor allem Blüten in Rosa, Lila und Weiß.

Im Rahmen der Internationalen Gartenausstellung 2017 erhielt die Fläche nicht nur eine gärtnerische „Auffrischung“. Sie wurde durch das Landschaftsarchitekturbüro Horeis + Blatt (Bremen) um weitere Rhododendronflächen - dem „Weißen Dschungel“ und den „Apricotdrifts“ - erweitert. 

Direkt neben der Tropenhalle liegt der „Weiße Dschungel“ und setzt das gärtnerische Tropenmotiv auch im Außenraum um. Die Pflanzenauswahl für den 1.400 Quadratmeter großen Rhododendrondschungel haben die Landschaftsgestalter an hiesige klimatische Verhältnisse angepasst. Die Kombinationen sind ungewöhnlich, garantieren einen langen Blütezeitraum und sorgen für neuartige Gartenbilder. Eichen und Birken, aber auch Magnolien, Hartriegel und Obstgehölze bilden die Kulisse für unterschiedliche Rhododendronformen wie Baum- und Schirmrhododendren. Hinzu kommen bodennahe Azaleenpflanzungen und Kletterpflanzen wie Clematis sowie Bärlauch, Gräser, mehrfarbige Blattschmuckstauden, weißblütige Stauden und Farne. So entsteht der Eindruck eines dichten Dschungels mit unterschiedlichen Pflanzetagen.

Den Übergang zwischen dem „Weißen Dschungel“ und dem Rhododendronhain bilden die neu entstandenen „Apricotdrifts“. Wellenförmig modellierte Beete setzen auf 700 Quadratmetern Rhododendron in feinen Farbschattierungen von zarten Apricottönen bis zu dunklem Braunrot in Szene. Sie sind kombiniert mit polsterartigen Kiefern, Stauden, Gräsern, Lilien, Iris, Berberitzen und Rosen.

Daten & Fakten

Stil 1987 angelegter Rhododendrongarten, der vom alten Baumbestand wie Eichen und Birken durchzogen ist; Erweiterung 2017 durch den „Weißen Dschungel“ und die „Aprikotdrifts“
Größe ca. 1.400 Quadratmeter
Planung Erweiterung: Horeis + Blatt Partnerschaft mbB | Garten- und Landschaftsarchitekten BDLA
Eröffnung 1987; Erweiterung: April 2017 zur IGA Berlin 2017