Jahresbericht 2025
Editorial von Christoph Schmidt
Es gilt, die Realisierung unserer wesentlichen Projekte noch effizienter voranzutreiben, gleichzeitig neue Projekte zu übernehmen und die erforderliche Finanzierungsabsicherung zu gewährleisten.
Liebe Leserin, lieber Leser,
aus besonderen Herausforderungen entstehen neue Ziele und Aufgaben für die Zukunft – eine treffende Beschreibung für die Entwicklung unserer Unternehmensgruppe im vergangenen Jahr und für das Schwerpunktthema dieses Jahresberichts: die „funktionierende Stadt“.
Die Einsparungen im Berliner Landeshaushalt haben uns – wie viele andere landeseigene Unternehmen, Bezirke und Senatsverwaltungen – empfindlich getroffen. Einschneidende und auch schmerzhafte Entscheidungen waren die Folge, u. a. die Verzögerung oder auch die Aufgabe wesentlicher Projekte der Unternehmensgruppe, deutliche Reduktionen im Liegenschaftsmanagement sowie die erforderlichen Anhebungen von Ertragserwartungen in eintrittspflichtigen Anlagen.
Trotz der auch weiterhin absehbaren schwierigen Haushaltslage: Dem Land Berlin und uns als wichtigem Akteur der nachhaltigen Stadtentwicklung muss es auch in Zeiten knapper Haushalte gelingen, eine „funktionierende Stadt“ zu gewährleisten und die Hauptstadt zukunftsfähig aufzustellen. Übergeordnet ist dem Land Berlin mit der Verwaltungsreform ein wichtiger Meilenstein gelungen. Wir, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Geschäftsleitung und Geschäftsführung, haben uns ebenso gefragt, wie wir eine Krise auch als Chance nutzen können. Entscheidend war für uns dabei die Frage, wie die Qualität unserer Arbeit und unserer Leistungen für die Bürgerinnen und Bürger Berlins im Kern erhalten werden kann. Es gilt, die Realisierung unserer wesentlichen Projekte noch effizienter voranzutreiben, gleichzeitig neue Projekte zu übernehmen und die erforderliche Finanzierungsabsicherung zu gewährleisten.
Als landeseigenes Unternehmen sowie als Partner und Dienstleister insbesondere für die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt sowie für die Bezirke haben wir in vielen Gesprächen aufgezeigt, was uns als Unternehmensgruppe ausmacht – und welche Expertise die klimaangepasste, soziale und wirtschaftlich tragfähige Stadtentwicklung erfordert. Festgehalten haben wir für uns fünf Kernkompetenzen, die wir einbringen können: Umsetzungsstärke,
Steuerungskompetenz und Kooperation, ressortübergreifende Herangehensweise, Agilität und Innovation sowie unsere breite interdisziplinäre Ausrichtung. Damit diese Begriffe nicht zu leeren Worthülsen oder reinen Schlagwörtern verkommen, haben wir sie konkret mit Beispielen und Projekten verknüpft, die wir gerne in diesem Jahresbericht mit Ihnen teilen.
So stimmen mich die zahlreichen Fortschritte in unseren laufenden Projekten und die neuen Aufgaben im vergangenen Jahr positiv. Dabei hat mich ganz besonders gefreut, dass uns die Akquise neuer Vorhaben mit gesicherter Finanzierung u. a. durch Bundesmittel und Förderprogramme geglückt ist. Dazu zählen unter anderem neue Projekte im Rahmen des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts Berliner Mitte, die aus der Städtebauförderung finanziert werden. Hinzu kommt die uns übertragene Entwicklung des Masterplans für das Kulturforum. Beides sind für uns wesentliche Grundlagen für unseren Beitrag zur funktionierenden Stadt in den kommenden Jahren. Aber auch Vorhaben wie Olympia und die EXPO sind per spektivisch Motoren für eine zukunftsgerichtete Stadtentwicklung. Wir wissen seit der IGA Berlin 2017, die wir verantwortet haben, wie internationale Top-Events die Entwicklung beflügeln und die Stadt ökonomisch voranbringen. Bei der Bewerbung Berlins für die Olympischen Spiele konnten wir unsere Expertise bei der Senatskanzlei und der Innen- und Sportverwaltung einbringen und die Organisation des Beteiligungsprozessen der Berliner Bevölkerung für dieses Vorhaben organisieren.
Ich bedanke mich für die wertvolle Unterstützung aus den Aufsichtsräten der Unternehmensgruppe sowie für die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Stakeholdern und Akteuren der verantwortlichen Institutionen und Verwaltungen des Landes und wünsche Ihnen viel Erkenntnisgewinn und Spaß beim Lesen unseres Jahresberichts.