Stadtentwicklung integriert denken und realisieren
Ressortübergreifende Zusammenarbeit als Grundlage nachhaltiger Stadtentwicklung
Klimaschutz und Umwelt steht Grün Berlin mit seinen Tochterunternehmen für eine integrierte nachhaltige Stadtentwicklung. Die in diesem Jahresbericht skizzierten Projekte sind alle in sich vielschichtig: Sie adressieren Freiräume ebenso wie Verkehrsflächen und haben Auswirkungen auf (lokale) Wirtschaft ebenso wie auf Stadtklima und Biodiversität aber auch auf Freizeit und Kultur. So ist der berühmte Blick über den fachlichen Tellerrand entscheidend, um Zielkonflikte frühzeitig zu adressieren und Vorhaben effizient zu realisieren. Neben der täglichen Projektarbeit bringt Grün
Berlin in übergeordneten Gremien und Strukturen seine Expertise in diesem Kontext mit ein.
Blau-grüne Allianz: Zusammenarbeit für die Schwammstadt
Blau‑grüne Infrastrukturen spielen bei der Realisierung nachhaltiger Infrastruktur eine Schlüsselrolle. Regenwasser wird als Ressource verstanden, Grünflächen übernehmen zentrale Funktionen für Klima, Aufenthaltsqualität und Resilienz gegenüber Extremwetterereignissen. Vor diesem Hintergrund wurde im März 2025 die Blau-grüne-Allianz ins Leben gerufen, die den klimagerechten und lebenswerten Stadtumbau voranbringen soll. In ihr schlossen sich die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt (SenMVKU), Grün Berlin, die Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) und die Berliner Wasserbetriebe (BWB) zusammen. Mit der Allianz wird die Vernetzung der landeseigenen Akteure im Zukunftsfeld Regenwassermanagement strukturiert weiterentwickelt und dauerhaft verankert. Auf dem Weg zur Schwammstadt ergänzen sich so die unterschiedlichen Expertisen der beteiligten Unternehmen bei der effizienten Implementierung grundstücksübergreifender Regenwassermanagement- Lösungen im öffentlichen Raum.
Gestaltungsbeirat Öffentliche Räume: Qualität gemeinsam verhandeln
Eine Struktur für integrierte Zusammenarbeit bietet auch der Gestaltungsbeirat Öffentliche Räume Berlin. Das seit Ende 2020 tätige Gremium berät zu Fragen der Gestaltung und Qualität öffentlicher Räume und gibt Impulse für städtische Planungsvorhaben. Die Sitzungen finden öffentlich statt und sind ein Ort für fachlichen Austausch und Diskussion. Grün Berlin fungiert hier als Geschäftsstelle und koordinierende Instanz für die SenMVKU. Das Unternehmen bringt dabei Fachverwaltungen, externe Expert*innen und weitere Akteure zusammen und sorgt so dafür, dass unterschiedliche Perspektiven aus Planung, Gestaltung und Nutzung in einen gemeinsamen Diskussions‑ und Reflexionsprozess einfließen.
Ressortübergreifend arbeiten – mit Wirkung
Beide Beispiele zeigen unterschiedliche Facetten eines Ansatzes: Grün Berlin bringt sich fachlich und koordinierend in die zukünftige Entwicklung des öffentlichen Raums ein. Dabei vermittelt das Unternehmen zwischen unterschiedlichen Beteiligten und verbindet den konzeptionellen mit dem operativen Blick über einzelne Ressorts und Sektoren hinaus.