Freitag, 10. August 2018

Berlins größte Wiese auf dem Tempelhofer Feld wird gemäht


Die Mahd beginnt am 13. August 2018 zwischen 5 und 7 Uhr früh!
Der richtige Zeitpunkt für die Mahd ist gekommen, wenn die Jungvögel der Feldlerche flügge geworden sind. In Abstimmung mit der Obersten Naturschutzbehörde des Landes Berlin werden die 120 Hektar ex-tensive Wiesenflächen nur einmal im Jahr gemäht – und zwar in einem ausgeklügelten Rhythmus. Die erste Hälfte wird jetzt gemäht, die zweite Hälfte folgt in drei bis vier Wochen. Dies ermöglicht es Insekten, aus den gemähten Teilflächen in die noch nicht gemähten Bereiche überzuwechseln.

Wiesenmahd auf dem Tempelhofer Feld
Wiesenmahd auf dem Tempelhofer Feld © Koppatsch
Mahd auf dem Tempelhofer Feld
Mahd auf dem Tempelhofer Feld © Holger Koppatsch
Die Mahd führt ein Brandenburger Landwirt aus, der am 13. August zwischen 5:00 und 7:00 Uhr am Tor 9, Tempelhofer Damm, einfahren wird. Der frühe Zeitpunkt wurde gewählt, um Verkehrsprobleme in Berlin durch die große Mähmaschine zu vermeiden. Die Mahd selbst dauert nur einen Tag. In den Folgetagen wird das Gras mehrfach zum Trocknen gewendet – ob das in diesem Jahr erforderlich ist, wird sich zei-gen. Anschließend wird das Heu zu großen Heuballen gepresst. Wie in den vergangenen Jahren wird ein Teil der Heuballen einige Wochen liegen gelassen, um dem Tempelhofer Feld ein besonderes Spätsom-mer-Flair zu verleihen. Die Ballen werden zu Haufen gestapelt und sind dann sicher wieder beliebte Sitz-gelegenheiten für Erwachsene und gerne angenommene Spielorte für Kinder.

Übrigens hat der heiße Sommer den Feldlerchen offenbar gut getan. Zu dieser ersten Einschätzung kommt der Biologe Rainer Altenkamp, der mit dem vogelkundlichen Monitoring auf dem Tempelhofer Feld beauftragt wurde. Die hohe Anzahl der Nester und der beachtliche Bruterfolg lassen auf eine fast ideale Saison schließen. Vermutlich hat die Trockenheit dazu geführt, dass die Wiesen in den nährstoffreicheren Bereichen weniger dicht und hochwüchsig waren und sich folglich für die bodenbrütenden Feldlerchen bestens eigneten. Auch das Futterangebot stimmte. Wärmeliebende Insekten, darunter auch viele Schmetterlinge, erschienen schon früh im Jahr und in großer Zahl. Darunter waren auch seltene Gäste, wie die Wanderfalter Taubenschwänzchen und Labkrautschwärmer.

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