Mittwoch, 30. Januar 2019
  • Weinberg im Kienbergpark völlig zerstört; Schaden von ca. 6.000 Euro entstanden
  • Tierhasser bedrohen geschützte Schafe, Pferde und Kühe
  • Im Jahr 2018 bereits Gesamtschäden von 15.000 Euro

In der vergangenen Nacht ist es zum wiederholten Mal in diesem Jahr zu Vandalismus im Kienbergpark gekommen. Der komplette Weinberg wurde zerstört. Alle Weinpflanzen wurden einzeln abgebrochen und die Weinpfähle aus dem Boden gerissen. Zusätzlich bedrohen unbekannte Täter mit eindeutigen Botschaften die im Kienbergpark lebenden Schafe, Pferde und Kühe – heimische Nutztiere, die vom Aussterben bedroht sind und im „Arche-Park“ des Kienbergs ein Zuhause gefunden haben.

„Der offensichtlich gezielte, wiederholte Vandalismus im Kienbergpark trifft uns hart. Die Zerstörung Hunderter Weinpflanzen und die Todesdrohungen gegen seltene Tiere zeigen die Skrupellosigkeit der Täter“, so ein Sprecher des Unternehmens Grün Berlin. „Wir stehen im Austausch mit der Kriminalpolizei, die sich um die schnelle Aufklärung der Fälle bemüht“. Das Team des Kienbergparks wird die Schäden so schnell wie möglich beheben und den durch Steuermittel finanzierten öffentlichen Park und seine Angebote wieder in standsetzen.

 

 

 

 

 

Der 400qm große Weinberg wurde im Zuge der Internationalen Gartenausstellung 2017 (IGA) vom Berliner Verein Mosaik e.V. bepflanzt. Stellvertretend für die dreizehn deutschen Weinbaugebiete legten die Gärtner der Mosaik-Werkstätten mit Unterstützung des Deutschen Weininstituts den Weinberg an und pflanzten symbolisch dreizehn landestypische Rebsorten. Mosaik e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen mit Behinderungen zu einem selbstbestimmten Leben zu führen. Der Verein hat bereits beim Wiederaufbau und der Rekultivierung des Königlichen Weinbergs im Potsdamer Park Sanssouci mitgearbeitet.

Leider wurde der Kienbergpark nicht zum ersten Mal Opfer von Vandalismus und mutwilliger Zerstörung. Seit Anfang 2018 kommt es immer wieder zu Vorfällen, die der Polizei gemeldet werden. Die Schäden beliefen sich im letzten Jahr bereits auf über 15.000 Euro. Für den im Rahmen der IGA fertiggestellten, 60 Hektar großen Kienbergpark gibt es einen mit Naturschutzverbänden und Bürgerinitiativen abgestimmten Pflege- und Entwicklungsplan, der behutsam umgesetzt wird. In diesem Kontext sind die Flächen für Waldstauden, Aufforstungen und die Beweidung zu sehen. Ziel ist die Schaffung eines abwechslungsreichen, vielfältigen und naturnahen Parks, der durch seine Nutzungsangebote, Umweltbildungseinrichtungen und Angebote, wie die Natur-Bobbahn und die Seilbahn für die Anwohnenden und Ausflügler*innen eine große Anziehungskraft entwickelt.

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