Donnerstag, 13. Juli 2017

Im Auftrag des Landes Berlin, vertreten durch die Grün Berlin GmbH, haben Dora Busch, Monica Geyler-von Bernus, Birgit Kahl, Frieder Kremer und Beate Rossié unter dem Dach des Berliner Forums für Geschichte und Gegenwart e. V. eine Expertise zu der Vergnügungs- und Freizeitanlage „Spreepark“ erarbeitet. Der als VEB Kulturpark 1969 gegründete, 2001/02 aufgelassene Vergnügungspark im Berliner Bezirk Treptow wurde 2014 vom Land Berlin zurückgekauft und Anfang 2016 der landeseigenen Grün Berlin GmbH zur Entwicklung und Bewirtschaftung übertragen. Auch das sogenannte Eierhäuschen am Rande des Geländes ist – als Teil des Gesamtkonzepts der Grün Berlin GmbH – Gegenstand dieser Darstellung.

Anlass für die Erstellung der Expertise sind Fragen zum zukünftigen Umgang mit dem Gelände des „Spreeparks“ im Rahmen seiner Entwicklung zu einem touristisch interessanten Kunst- und Kulturpark. Außerdem sollen die derzeit angebotenen geführten Rundgänge für die interessierte Öffentlichkeit wie auch die sonstige Öffentlichkeitsarbeit die Geschichte des Areals verstärkt thematisieren. Ziel der Expertise ist es daher, Material und Kriterien zur Verfügung zu stellen, um im Zuge der fortschreitenden Planungen Klarheit über die Prämissen und Rahmenbedingungen für den Umgang mit dem ehemaligen Vergnügungspark zu erlangen und gegebenenfalls Entscheidungen über Sichtbarmachung, Markierung und Einbeziehung von Resten und Spuren in die zukünftige Parkgestaltung zu treffen.

Thematische Schwerpunkte dieser Dokumentation sind:

  • die Entwicklung Treptows zum Ausflugs- und Erholungsgebiet von der Frühzeit bis 1945
  • Anlage und Betrieb eines Kulturparks als Volkseigner Betrieb durch die ehemalige DDR
  • die Entwicklung des privatisierten „Spreeparks“ nach 1990, die Insolvenz der Spreepark GmbH und die Periode bis zum Erwerb des Geländes durch das Land Berlin 2014

Da VEB Kulturpark und Spreepark als Gegenstand der Zeitgeschichte bislang in etlichen Aspekten weitgehend unerforscht sind, wird es sicher aus dem Kreis der ehemaligen BesucherInnen, Kulturschaffenden und Interessieren Anmerkungen und Ergänzungen geben. Die Grün Berlin GmbH nimmt diese gern entgegen.

Das umfassende Dokument ist hier als Download verfügbar.