Donnerstag, 10. Dezember 2015

Grün Berlin übernimmt am 1. Januar 2016 den Spreepark


Der ehemalige VEB Kulturpark Plänterwald war eine der wichtigsten Freizeitattraktionen Ost-Berlins, mit dem sich für viele Berlinerinnen und Berliner bis heute viele persönliche Erinnerungen verbinden. Nach einer wechselvollen Geschichte wurde das ehemalige Prestigeobjekt der DDR 2001 geschlossen und fiel in einen Dornröschenschlaf. Das wird sich jetzt ändern – die Grün Berlin GmbH übernimmt und entwickelt ab 2016 den Spreepark.


Am 1. Januar 2016 übernimmt die Grün Berlin GmbH das ca. 30 ha große Spreeparkareal vom Liegenschaftsfonds Berlin, vertreten durch die BIM Berliner Immobilienmanagement mbH. Der Liegenschaftsfonds ist seit 2014 im Besitz des Erbbaurechts für den Spreepark. Das benachbarte „Eierhäuschen“, eines der ersten großen Ausflugslokale aus dem vorletzten Jahrhundert, wird mit SIWA- Mitteln (Sondervermögen Infrastruktur der Wachsenden Stadt) saniert und nach Abschluss der Sanierung ebenfalls von der Grün Berlin GmbH betrieben und weiterentwickelt.


Aufgabe der Grün Berlin ist es, ein hochwertiges und kulturaffines Nutzungs- und Betriebskonzept mit touristischer Strahlkraft zu entwickeln und zu realisieren. Die Wiederherstellung des großen Riesenrades ist dabei ein wesentliches Ziel. Vorstellbar sind Themen aus den Bereichen Kunst und Kultur unter Einbeziehung der Kreativszene. Dabei gilt es unter Beibehaltung des besonderen Charmes des Ortes neue Formate zu definieren und in den Park einzufügen. Die besondere Lage an der Spree ermöglicht es, das Areal zukünftig auch an den Wassertourismus und die Ausflugsschifffahrt anzubinden.


Es ist geplant, zunächst die Verkehrssicherheit für das Gelände herzustellen, bevor der Spreepark wieder besucht werden kann. Die vielen Gefahrenstellen (marode Gebäude und Fahrgeschäfte, Stolperstellen, Altlasten) müssen beseitigt und die Altlasten abgefahren werden. Erst dann können Führungen über das Gelände angeboten werden. Für die Sanierung der Fläche stehen SIWA Mittel zur Verfügung. Für die Finanzierung der weiteren Entwicklungsbausteine sollen u.a. GRW Mittel (Mittel zur Förderung der regionalen touristischen Wirtschaftsstruktur) akquiriert werden.


Der Spreepark wurde am 4. Oktober 1969 zum 20. Geburtstag der DDR eingeweiht. Der «Volkseigene Betrieb (VEB) Kulturpark» war der einzige ständige Freizeitpark der DDR. Die Hauptattraktion bildete das 40 Meter hohe Riesenrad mit 36 Gondeln, in denen insgesamt 216 Personen den Ausblick über Berlin genießen konnten. Rund 1,5 Mio Besucherinnen und Besucher jährlich zeugten von der großen Beliebtheit der Vergnügungsanlage, mit der sich für viele bis heute zahlreiche persönliche Erinnerungen verbinden.