Freitag, 11. Dezember 2015

Stadtwildnis im Park am Gleisdreieck
Das ehemalige Bahngelände östlich der Kleingartenanlage POG zwischen dem Park am Gleisdreieck und den Yorckbrücken ist seit Einstellung des Bahnbetriebes sich selbst überlassen geblieben, Natur hat sich das Terrain zurück erobert. Pioniergehölze konnten sich ungestört entwickeln und das Bahngelände in eine Gleiswildnis verwandeln.

Diese gilt es zu erhalten und ist seit Anfang Dezember 2015 nun auch für die Öffentlichkeit erlebbar. Um die biologische Vielfalt nicht zu gefährden, soll hier statt Sport und Aktion ruhige Erholung und Beobachtung von Fauna und Flora im Vordergrund stehen. Deshalb wurden lediglich behutsame Maßnahmen zur Verkehrssicherung vorgenommen wie der Einbau eines feststehenden Stabgitterzaunes entlang der S1-Bahntrasse, die Überprüfung des vorhandenen Baumbestandes sowie die Beseitigung von Gefahrenstellen und Unrat. Darüber hinaus wurde der, entlang der Kleingartenanlage POG vorhandene Zaun in Teilbereichen geöffnet. Dadurch erhält der Besucher zusätzliche Möglichkeiten, die Fläche großzügig zu nutzen.

Der schützenswerte Vegetationsbestand wurde in seiner Ursprünglichkeit belassen. Damit erhält der Park am Gleisdreieck eine weitere zugängliche Fläche in einem naturbelassenen Zustand von hohem ökologischem Wert. Im Frühjahr werden zwei große Eichenholzsitzbankbohlen die Besucher zum Verweilen einladen. Zusätzlich werden Hinweisschilder über die Geschichte der Fläche mit den Eisenbahnrelikten und dem vorhandenen Vegetationsbestand informieren.