Freitag, 9. September 2016

Schloss Biesdorf 2016
Wiedereröffnung von Schloss Biesdorf – Zentrum für Kunst und öffentlichen Raum

Am 9. September 2016
Alt-Biesdorf, 55 - 12683 Berlin
S-Bahn Station Biesdorf (S5)

Berlin erhält neuen Kunststandort in Marzahn-Hellersdorf: frisch saniert und mit neuer Leitung stellt sich Schloss Biesdorf als Kunst-Institution im Osten von Berlin vor.

Künstlerische Programmatik
Die Grün Berlin GmbH wird gemeinsam mit dem Bezirk Marzahn-Hellersdorf, Amt für Weiterbildung und Kultur das Schloss Biesdorf als einen lebendigen Ausstellungsort wiedereröffnen. Katja Aßmann wird zukünftig als Direktorin die Verantwortung für das neue Zentrum für Kunst und öffentlichen Raum übernehmen. Zwei wechselnde Ausstellungen im Jahr werden künstlerische Positionen der ehemaligen DDR in einen Dialog mit nationaler und
internationaler zeitgenössischer Kunst setzen.

Der Titel der ersten Ausstellung AUFTRAG LANDSCHAFT spielt zunächst auf den Begriff der Auftragskunst an und spannt den Bogen zu unkonventioneller Landschaftsmalerei, gesellschaftlicher Verantwortung, etwa im Umweltschutz und sozialen Funktionen der Landschaftsgestaltung.

Auf die Internationale Gartenausstellung 2017 einstimmend, bildet die Auseinandersetzung mit der Landschaft als künstlerischem Sujet sowie als gesellschaftlichem Lebensraum das Leitmotiv der Ausstellung. Installationen, Sound- und Filmarbeiten werden neben Fotografie und Malerei präsentiert, darunter Arbeiten von Jeppe Hein, Martin Kaltwasser, Seraphina Lenz, Anna Rispoli.

AUFTRAG LANDSCHAFT wurde in Zusammenarbeit mit der Wissenschaftlerin und Kuratorin Dr. Angelika Weißbach (Kunstarchiv Beeskow) und der Kunsthistorikerin Jeannette Brabenetz entwickelt. Im Rahmen der IGA 2017 wird das Schloss Biesdorf zudem als wichtiger Reflexionsort und Schauplatz für Veranstaltungen dienen.

Erschließung von urbanem Raum durch den Betreiber
Betrieben wird Schloss Biesdorf – Zentrum für Kunst und öffentlichen Raum von der landeseigenen Gesellschaft Grün Berlin GmbH. Die Auseinandersetzung mit kunst- und kulturaffinen Projekten bildet einen neuen Handlungsschwerpunkt, der sich unter anderem in der Entwicklung von Schloss Biesdorf als zukünftigem Zentrum für Kunst und öffentlichen Raum widerspiegelt. Der Geschäftsführer der Grün Berlin GmbH, Christoph Schmidt unterstreicht die besondere Rolle, die der neuen künstlerischen Leitung des Schloss Biesdorf zukommt: „Mit Katja Aßmann haben wir nach intensiver Befassung eine erfahrene Direktorin berufen können, die ihr Gespür für das Zusammenwirken von Kunst, Architektur und öffentlichem Raum bereits in zahlreichen Projekten unter Beweis gestellt hat. So unter anderem in Ihrer Funktion als künstlerische Leitung von Urbane Künste Ruhr sowie als Co -Kuratorin der Emscherkunst. Sie ist in den Diskussionen um die Entwicklung urbaner Räume ebenso verankert, wie in der zeitgenössischen Kunstszene und wird im Schloss Biesdorf richtungsweisende Impulse für den Standort und darüber hinaus setzen.“

Erweiterung des kulturellen Angebots für den Stadtteil Marzahn-Hellersdorf
Mit der Wiedereröffnung von Schloss Biesdorf im Stadtteil Marzahn-Hellersdorf erweitert Berlin seinen Radius an Institutionen um einen geschichtsträchtigen Ort mit besonderer Ausrichtung. Die Präsentation von künstlerischen Positionen aus der ehemaligen DDR in Verbindung mit zeitgenössischen Künstlern und Projekten verleiht dem Haus ein unverwechselbares Profil. Projekte im Stadtraum und regionale Partnerschaften werden das Ausstellungsprogramm ergänzen.

In seiner neuen Funktion als Zentrum für Kunst und öffentlichen Raum bietet das Schloss Biesdorf seinen Besuchern ab September 2016 neben einer frei zugänglichen Ausstellung zur Geschichte und Architektur des Gebäudes auch ein Café-Bistro und einen großzügigen Empfangsbereich mit Shop. Zudem stehen zwei Veranstaltungsräume zur Verfügung, in denen ein abwechslungsreiches kulturelles Programm aus regelmäßigen Diskussionsabenden, Konzerten, Lesungen und Künstlergesprächen stattfinden wird.


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