Im Natur-Park Schöneberger Südgelände, dem südlichen Endes des Nord-Süd-Grünzuges, verbinden sich die Elemente Kunst, Natur und Technik seit dem Jahr 2000 zu einer faszinierenden, kontrastreichen Mischung. 

Kunst
Der Reichtum und die ausgeprägte Vitalität des Areals regen Fantasie und Kreativität an. Vor allem Künstlern bietet es Raum für originelle Schöpfungen, sei es Bildhauerei, Musik, Malerei, Fotografie oder darstellende Kunst. Wer den Natur-Park erkundet, tut dies auf Stahlkunstwerken der Bildhauergruppe ODIOUS. Stege, Baumhäuser oder Röhren erschließen das Natur- und Landschaftsschutzgebiet und ermöglichen Einsichten und Ausblicke.

Natur
Nachdem der Bahnbetrieb auf dem 1889 fertiggestellten Rangierbahnhof Tempelhof 1952 eingestellt wurde, eroberte sich die Natur das Terrain nach und nach zurück. Aus der Bahnwüste entstanden wertvolle Trockenrasen, Hochstaudenflure und ein urwüchsiger Wald – ohne den Einfluss des Menschen.
Als in den 19 70er Jahren Pläne bekannt wurden, den Güterbahnhof zu reaktivieren, hatten NaturliebhaberInnen die erstaunliche Artenvielfalt auf dem Gelände bereits entdeckt und sich als Bürgerinitiative für deren Erhalt eingesetzt. Bereits 1999 wurden große Teile des Geländes zum Landschafts- und Naturschutzgebiet erklärt. Dort gibt es heute eine Vielzahl seltener und vom Aussterben bedrohter Tiere und Pflanzen.

Technik
Auch wenn hier schon lange kein Zug mehr fährt, bleibt die Geschichte des Geländes durch die Relikte der Bahnära präsent. Groß und Klein erfreuen sich vor allem an der alten Dampflokomotive der Baureihe 50. Das dazu benötigte Wasser lieferte der 50 Meter hohe stählerne Wasserturm, das weit sichtbares Wahrzeichen des Parks. An die Bahngeschichte erinnern außerdem zahlreiche Wasserkräne, Lichtmasten, Schienenstränge und Weichen. Eine der ältesten Drehscheiben Deutschlands gehört ebenfalls zum Inventar des Parks. Größere und wichtigste Zeugen der Vergangenheit sind jedoch die beiden alten Gebäude. In der Brückenmeisterei ist heute im Erdgeschoss ein Café und im Obergeschoss die Verwaltung des Parks untergebracht.

Die etwa 100 Jahre alte Lokhalle ist heute „nur noch“ 4 .000 Quadratmeter groß. Ursprünglich gab es an dieser Stelle vor dem Zweiten Weltkrieg drei solcher Hallen.

Für intensive Sport- und Freizeitaktivitäten kann die gegenüberliegende Parkanlage, der Hans-Baluschek-Park, genutzt werden. Eine Fußgängerbrücke über die S-Bahn schafft die Anbindung dieses schmalen Parks an den Natur-Park Schöneberger Südgelände.

Daten & Fakten
Lage Bezirk Tempelhof-Schöneberg, am S-Bahnhof Priesterweg
Größe 18 Hektar
Planung Arbeitsgemeinschaft planland/ÖkoCon, Berlin
Eröffnung 2000
Preise & Auszeichnungen Weltweites Projekt bei der EXPO 2000

 

Natur-Park Schöneberger Südgelände, Berlin

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