Chronik

Vom Rangierbahnhof zum Natur-Park

ab 1912                  
Mit dem Ausbau des alten Rangierbahnhofs Tempelhof wird begonnen.
1927                      
Der Wasserturm wird errichtet.
ab 1942                                 
Die Bahnanlagen sind immer wieder Ziel von alliierten Bombenangriffen (erhebliche Zerstörungen an den technischen  Einrichtungen und Gebäuden).
ab 1946                  
Die Reichsbahn stellt den Bahnbetrieb in den westlichen Stadtsektoren sukzessive ein.
Juni 1972               
Im Rahmen einer Gesamtkonzeption für den (West-) Berliner Güterverkehr erteilt das Berliner Abgeordnetenhaus seine Zustimmung zur Planung eines Güter- und Rangierbahnhofs.
Okt. 1980              
Die Bürgerinitiative Schöneberger Südgelände (BI) wird gegründet.
Dez. 1980             
Die Unterlagen für ein erstes Planfeststellungsverfahren werden öffentlich ausgelegt.
1981                      
Die Ergebnisse eines ökologischen Gutachtens besagen: Das Südgelände gehört zu den wertvollsten Naturflächen in Berlin.
Aug. 1983              
Die öffentliche Kritik an den Planungen für einen neuen Südbahnhof wächst: Beginn und Abbruch der Munitionssuche durch Proteste der BI.
März-Juni 1984     
Mitglieder der Bürgerinitiative und Wissenschaftler erarbeiten ein erstes Konzept für einen Kleingarten- und Natur-Park mit einer Größe von fast 200 Hektar.
14. Jan. 1987         
Der »Förderverein des Natur-Parks und eines Naturschutzzentrums auf dem Schöneberger Südgelände e.V.« wird durch die Bürgerinitiative »Schöneberger Südgelände« gegründet.
Okt. 1988              
Das Landschaftsprogramm wird rechtskräftig. Der Natur-Park und die Sicherung des Südgeländes als Landschaftsschutzgebiet und in Teilbereichen als Naturschutzgebiet werden somit Planungsziel
Jan. 1989               
Im Rahmen der neuen Vereinbarungen zum Eisenbahngüterverkehr zwischen dem Senat und der DDR wird der Südgüterbahnhof endgültig aufgegeben.
Nov. 1989             
Die Grenzen der DDR werden geöffnet.
Mai 1992               
Eine aktuelle Bestandsaufnahme und Bewertung der Vegetation und Fauna wird fertig gestellt (Ökocon im Auftrag der BUGA 1995 GmbH).
1995                      
Es entsteht ein Planfeststellungsbeschluss zu den Verkehrsanlagen im Zentralen Bereich. Als Ersatzmaßnahme für die Eingriffe in die Natur durch die Bahn wird festgelegt, dass 18 ha des Südgeländes aus der Bahnnutzung entlassen werden und zu einem Natur-Park zu entwickeln sind.
1996       
Mit den ersten baulichen Maßnahmen zur Umsetzung des Natur-Park-Konzeptes durch die Grün Berlin GmbH (früher BUGA 1995 GmbH) wird begonnen.
1996                      
Der Fördervertrag zwischen der Allianz Umweltstiftung und dem Land Berlin wird unterzeichnet, Förderbetrag: 1,8 Millionen D-Mark.
März 1999             
Die Schutzgebietsverordnung, die den Natur-Park als Landschaftsschutzgebiet und Teile von ihm als Naturschutzgebiet ausweist, tritt in Kraft.
27. Mai 2000         
Der Natur-Park Schöneberger Südgelände wird als »Weltweites EXPO-Projekt« durch Senator Peter Strieder und den Vorstand der Allianz Umweltstiftung Dr. Lutz Spandau feierlich eröffnet.