Der Natur-Park verfügt über zwei behindertengerechte Rundwege. Auf dem „Kleinen Rundweg“ von etwa 1 Kilometer Länge sind Relikte aus der Eisenbahn-Zeit zu sehen: der circa 50 Meter hohe Wasserturm, der heute das Wahrzeichen des Parks ist, die alte Drehscheibe – eine der ältesten Deutschlands – mit der früher die Lokomotiven in Position gebracht wurden und sogar eine historische Dampflok der Baureihe 50 von 1940.

Der "Große Rundweg“ ist 2,7 Kilometer lang und führt durch das Naturschutzgebiet, das circa ein Sechstel der Parkfläche ausmacht. Um möglichst wenig in die Natur einzugreifen, führt der Weg durch das Areal über einen leicht erhöhten Stahlgittersteg. Im Naturschutzgebiet kann man sowohl die verschiedenen Entwicklungsphasen des Waldes, als auch die ausgedehnten Offenflächen erleben. Diese artenreichen Trockenrasen entfalten ihre volle Pracht im Juli: dann zeigen sich gelbe Sand-Strohblumen und die seltenen Habichtskräuter. Etwas später erblühen die strahlend gelben Nachtkerzen.

Der „Große Rundweg“ verbindet die Trockenrasen der zentralen Lichtung mit dem Robinien-Wald und dem Tälchenweg. Angeschlossen an den „Großen Rundweg“ ist die Liegewiese am verfallenen Stellwerk. Bänke und eine Schaukel laden hier zum Verweilen ein. Der Tälchenweg führt zurück zum Eingang. Er folgt der alten Fernbahnstrecke der Sachsen-Anhaltiner Eisenbahn und liegt tiefer als das übrige Gelände. Dadurch bildet er einen schattigen Hohlweg. Am Rand des Tälchenwegs befindet sich eine ehemalige Stützmauer, die Graffiti-Künstlern Mo-Sa ab 15 Uhr legal als Leinwand dient.

Ein Besuch im Natur-Park lohnt sich zu jeder Jahreszeit. Von Frühsommer bis Herbst vollzieht sich im Wald und auf den Wiesen ein vielfältiges Farbenspiel. Schon im April fallen im Tälchenweg die ersten blühenden Obstbäume auf. Wer das Gelände Ende Mai besucht, kann die Wildrosenblüte erleben, die den alten Bahnhof in eine rosa „Märchenlandschaft“ verwandelt.