Entwicklungsmaßnahmen Kienbergpark

Aktuell
Park

2017 findet in Berlin die Internationale Gartenausstellung statt. Insgesamt 100 Hektar umfasst die Ausstellungsfläche in Berlins östlichstem Stadtbezirk mit den Gärten der Welt und dem Kienbergpark. Bereits seit April 2014 wurden Aufgaben der Bewirtschaftung und Entwicklung der Freiflächen am Kienberg, Bereiche des Wuhletals und des sogenannten „Auftaktes Hellersdorf“, die zukünftig den Kienbergpark bilden, vom Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf an die Grün Berlin GmbH übergeben. Eine Pflege- und Nutzungsvereinbarung besteht über die IGA hinaus bis ins Jahr 2033. Das Gesamtareal bleibt nach der IGA 2017 frei zugänglich.

Mit der Realisierung der Erweiterung der Gärten der Welt und der Entwicklungsmaßnahmen am Kienberg und im Wuhletal wird die auf Grund der Steigerung der Besucherzahlen dringend benötigte barrierefreie Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr und damit an die U-Bahn-Linie U5 mit Direktanbindung an den Hauptbahnhof (ab 2018) geschaffen. 

Auftakt Hellersdorf

Der „Auftakt Hellersdorf“ erstreckt sich als Platz von der Hellersdorfer Straße bis an die Geländekante zum Wuhletal. Durch den neuen Busparkplatz, die nahe gelegene U-Bahn-Station „Kienberg - Gärten der Welt“ und die zukünftige Talstation der Seilbahn gewinnt der Standort an Bedeutung als Verbindung zwischen Hellersdorf und Marzahn. Das Bindeglied bildet dabei der Wuhlesteg.

Wuhletal

Die Verbindung zwischen Hellersdorf und Marzahn erfolgt behutsam über das Wuhletal. Dieser besondere Naturraum wird unter ökologischen Aspekten weiterentwickelt. Kienberg und Wuhletal sollen künftig nicht mehr als trennende Elemente, sondern vielmehr als Bindeglied zwischen Hellersdorf und Marzahn wahrgenommen werden. Neben dem "Platz am See" wird im Anschluss an den Wuhlesteg ein Umweltbildungszentrum entstehen.

Kienbergterrassen

Am Fuße des Kienbergs befinden sich die langgestreckten Kienbergterrassen in südlicher Hanglage. Die vorhandene Topografie aus Graben, Weg und Hangfuß wird durch die geplanten Kienbergterrassen gestärkt und weiter ausgebildet. Die Hangkante des Kienbergs wird durch die Anlage südexponierter Terrassengärten räumlich „überhöht“. 

Kienberg

Der Kienberg behält seinen ruhigen, waldreichen Charakter und wird ökologisch weiterentwickelt, so dass die Struktur- und Artenvielfalt erhöht wird. Der vorhandene Serpentinenweg auf der Westseite wird um einen neuen Wegeaufgang auf der Ostseite und einer direkten Verbindung aus den Gärten der Welt am Marzahner Ausguck über den Anschluss Tälchenbrücke ergänzt. Im Bereich des Gipfels entsteht ein großzügiges, offenes Gipfelplateau mit dem Aussichtsbauwerk „Wolkenhain“. Die Maßnahmen werden von den Naturschutzverbänden begleitet. 

Wuhlesteg 

Das 300 Meter lange Brückenbauwerk überspannt als Stadtspange das Wuhletal und verbindet barrierefrei Hellersdorf mit Marzahn. Der Wuhlesteg wird die neue Verbindung zwischen dem U-Bahnhof „Kienberg - Gärten der Welt“ (bis 2017: Neue Grottkauer Straße) und den Gärten der Welt schaffen und die BesucherInnen konzentriert durch das Wuhletal führen. 

Tälchenbrücke

Die neue 85m lange Tälchenbrücke verbindet am nördlichen Fuß des Kienbergs die bestehenden Gärten der Welt barrierefrei mit dem Kienbergplateau und mit dem Wolkenhain. 

Wolkenhain

Der Kienberg erhält auf seiner Spitze eine „Krone“ in Form eines 30 Meter hohen Aussichtsbauwerkes als weit hin sichtbare Landart. Der Wolkenhain ist einer schwebenden Wolke nachempfunden, die begehbar ist. Von hier aus ergibt sich ein fantastischer Blick aus 140 Metern Höhe sowohl auf die Berliner Mitte als auch in die brandenburgische Kulturlandschaft hinein. Im Sockel des Bauwerkes befindet sich ein Gebäude mit Besuchsinformation und Gastronomie.

Projektdaten

Zuständigkeit Grün Berlin:
Projektentwicklung Grün Berlin GmbH
Projekt- und Baumanagement Grün Berlin GmbH
Park- und Betriebsmanagement Grün Berlin GmbH
Bauherr:
Grün Berlin GmbH für den Bezirk Marzahn-Hellersdorf
Entwurf/Planung:
Arge g.h.
Lage:
Bezirk Marzahn-Hellersdorf: Kienberg, Teile des Wuhletals, „Auftakt Hellersdorf“
Größe:
60 Hektar
Finanzierung:
überwiegend Bundes- und Landesmittel der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ GRW mit Kofinanzierung durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin, Umweltbildungszentrum: Mittel aus dem Förderprogramm "Stadtumbau Ost"
Bauzeiten:
2015 - 2017

Kurzbeschreibung

die neue Parklandschaft ab 2017