Erweiterung Gärten der Welt

Aktuell
Park

In den Gärten der Welt lässt sich internationale Gartenkunst verschiedener Epochen und Regionen eindrucksvoll und vielfältig erleben. Seit 2013 wurde an der nachhaltigen touristischen Weiterentwicklung der einzigartigen Anlage – auch im Hinblick auf die IGA 2017 – gearbeitet. Neben der Erweiterung der Gärten ging es darum, ein Mehr an Besucherfreundlichkeit und Service für den wachsenden Besucherstrom zu schaffen: mit essentiellen Infrastrukturen wie einem Besucherzentrum und neuen Wegesystemen, neuen Veranstaltungsorten, erweiternden Landschaftsbaumaßnahmen und vor allem mehr Raum. 2010 erwarb das Land Berlin insgesamt 22 Hektar des westlich angrenzenden Geländes. Damit hat sich die Größe des Parks verdoppelt.

Der Masterplan für die Erweiterungsflächen der Gärten der Welt stellt die übergeordnete, konzeptionelle Ebene dar, die das Bestandsgelände mit den Erweiterungsflächen verknüpft und den Gesamtzusammenhang zwischen den Teilflächen herstellt, einzelne Teilbereiche ordnet und in logistische Abläufe integriert.

Der Englische Garten

Seit 2013 entstand auf 6 Hektar der Erweiterungsfläche der Englische Landschaftsgarten. Dieser vom Büro Austin-Smith:Lord entworfene 10. Garten der Welt erweitert das Themengartenensemble mit einer weiteren zentralen europäischen Tradition der Gartenkunst. Es entstand ein englischer Landschaftsgarten mit einem reetgedeckten Cottage, dem zugehörigen Cottage-Garden, einem formalen Rosengarten, einem von Stauden geprägten Küchengarten, einer Obstwiese und ausgedehnten Rasen- und Erholungsflächen, die sich an der landschaftlich geprägten Topografie des Geländes orientieren. 2015 wurden die Landschaftsbauarbeiten abgeschlossen und das Cottage-Gebäude fertiggestellt. Bis zur Eröffnung des Gesamtensembles des Englischen Gartens zur IGA Berlin 2017 konnten sich die neu gepflanzten Stauden, Kräuter und Pflanzen prächtig entwickeln.

Das Besucherzentrum

Bereits jetzt werden die Gärten der Welt von rund 800.000 Gästen im Jahr besucht – zur und nach der IGA sollen es weit mehr werden. Deshalb entstand ein neues Besucherzentrum. Es wird nach seiner Fertigstellung im Jahr 2016 gleichzeitig als neuer Haupteingang am Blumberger Damm fungieren. Das Besucherzentrum enthält die essentiellen Serviceinfrastrukturen wie Kassenbereiche, Informations- und Ausstellungsraum, Souvenirshop, Veranstaltungssaal und Gastronomiebereich. Geplant wurde das großzügig verglaste Gebäude vom luxemburgischen Architekturbüro ww+ (Esch-sur-Alzette).

Die Arena

Die großen erfolgreichen Veranstaltungen in den Gärten der Welt wie "Viva la Musica" haben bisher keine angemessene Bühne. Daher entstand seit 2014 eine Freilichtbühne mit 5.000 Sitzplätzen, die sich skulptural in die Landschaft einfügt. Die vom Architekturbüro Paul Böhm (Köln) entworfene Anlage bietet künftig den passenden Raum für die zahlreichen Veranstaltungen.

Der Spielplatz

Auf der Parkwiese Süd entstand ein vom Büro Geskes.Hack geplanter Spielplatz. Das Thema der Spielplatzkonzeption ist „Konrads Reise“ in Anlehnung an das von Erich Kästner verfasste Kinderbuch „Der 35. Mai“. Hier wird die Darstellung der Abenteuerreise auf 5 Spielstationen projiziert, die sich in den Gärten der Welt, im Wuhletal und auf dem Kienberg befinden. Mit der räumlichen Umsetzung der Abenteuer können Kinder eine internationale Erlebnisreise unternehmen, so wie die Erwachsenen eine Reise durch die einzelnen Themengärten und Kulturkreise in den Gärten der Welt. 2016 begann die bauliche Umsetzung mit der ersten Station.

Die Wasserwelten

Das ost-westlich verlaufende Band der vom Büro Geskes.Hack geplanten Wassergärten im Süden der Erweiterungsflächen wird durch eine „Promenade“ erschlossen, die sich immer weiter hinab bis zu einem spektakulären Wasserfall senkt. Im Verlauf dieses Weges können die BesucherInnen die vielfältigen vegetativen und atmosphärischen Aspekte der Wasserwelten entdecken. Die Farben und Formen der unterschiedlichen Wasserpflanzen, die Blüten, der Nebel, Licht und Schatten – aber auch die vielfältigen Klänge der Kaskaden erzeugen einen Ort reicher Sinneseindrücke.

Die Themengärten

Die „Internationalen Gartenkabinette“ wurden zur IGA Berlin 2017 von neun international anerkannten LandschaftsarchitektInnen aus fünf Kontinenten gestaltet. Nach der IGA werden sie Bestandteil der Gärten der Welt.

Die Tropenhalle

Innerhalb der Gärten der Welt befindet sich in einem in den 1990er Jahren errichteten Gewächshaus seit 2003 der Balinesische Garten. Dieses Gewächshaus mit dem balinesischen Garten und Dorf wurde zur IGA Berlin 2017 zu einer 12 Meter hohen Tropenhalle erweitert. Seit Frühjahr 2015 entstand die von Haas Architekten (Berlin) geplante neue Tropenhalle. Das Glasgebäude ersetzt das Gewächshaus und erweitert den Balinesischen Garten. Die vergrößerte Tropenhalle wird den wachsenden Besucherzahlen, modernsten energetischen Aspekten und vor allem den Bedürfnissen der für die balinesische Insel typischen Bepflanzung gerecht.


Zum weiteren Maßnahmekatalog rund um die Gärten der Welt gehören die Entwicklungsmaßnahmen am Kienberg / Wuhletal.

Projektdaten

Zuständigkeit Grün Berlin:
Projektentwicklung Grün Berlin GmbH
Projekt- und Baumanagement Grün Berlin GmbH
Bauherr:
Grün Berlin GmbH für das Land Berlin
Entwurf/Planung:
Englischer Garten: Büro Austin-Smith:Lord, Manchester; Rehwaldt Landschaftsarchiteken, Dresden; Besucherzentrum: Büro ww+, Esch-sur-Alzette; Freilichtbühne: Architekturbüro Paul Böhm, Köln; Kinderspielplatz: Büro Geskes.Hack Landschaftsarchitekten, Berlin; Neue Gärten: Arge g.h.; Tropenhalle: Haas Architekten, Berlin
Lage:
Bezirk Marzahn-Hellersdorf: westlich angrenzende Flächen zwischen den bestehenden Gärten der Welt und dem Blumberger Damm
Größe:
22 Hektar Erweiterungsfläche
Finanzierung:
überwiegend Bundes- und Landesmittel aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ GRW mit Kofinanzierung durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin
Bauzeiten:
2013 - 2017

Kurzbeschreibung

22 Hektar mehr Gärten der Welt