Grünzug Bullengraben

 
Grünanlage

Vom Spandauer Burgwall bis nach Staaken entstand von 2004 bis 2007 entlang des Bullengrabens eine neue Grünverbindung. Mehr als 21 Hektar Natur- und Erholungsflächen wurden qualitativ und ökologisch aufgewertet.

Vom Spandauer Burgwall bis nach Staaken entstand von 2004 bis 2007 entlang des Bullengrabens eine neue Grünverbindung. Insgesamt wurden hier mehr als 21 Hektar Natur- und Erholungsflächen – einschließlich Egelpfuhl- und Burgwallgraben – qualitativ und ökologisch aufgewertet. Kernstück ist der sechs Kilometer lange Bullengrabenweg, auf dem der Grünzug zu Fuß, per Fahrrad oder auf Skates durchquert werden kann. Gestaltet und realisiert wurde er in sechs Bauabschnitten von fünf verschiedenen Landschaftsarchitekturbüros und Planungsgemeinschaften.

Die Ursprünge des Bullengrabens gehen auf das 7. Jahrhundert zurück, als die Fläche kultiviert wurde, um Heu- und Viehwirtschaft zu ermöglichen. Im 20. Jahrhundert diente er als Entwässerungsgraben. Mit Finanzmitteln aus dem Ausgleich für Eingriffe in den Naturhaushalt, die durch den Bau der Schnellbahnverbindung Hannover-Berlin kompensiert werden mussten, konnte schließlich die Renaturierung des Bullengrabens und die Erschließung des Raums ermöglicht werden.

Entlang des neuen Bullengrabenweges erstrecken sich nun wiederhergestellte Feuchtwiesen, renaturierte Gewässer und vielfältige Spielflächen. Neu gebaute Brücken und Stege ermöglichen einen behutsamen Zugang zum Wasser und zu ökologisch wertvollen Bereichen. Im Jahr 2009 wurde der Grünzug Bullengraben vom Land Berlin mit dem Gustav-Meyer-Preis für außergewöhnliche Grünanlagen ausgezeichnet.

Projektdaten

Zuständigkeit Grün Berlin:
Projektentwicklung Grün Berlin GmbH
Projekt- und Baumanagement Grün Berlin GmbH
Bauherr: Deutsche Bahn AG in Kooperation mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, der Obersten Naturschutzbehörde und dem Bezirksamt Spandau von Berlin, Naturschutz- und Grünflächenamt
Entwurf/Planung: 1. BA – Staakener Felder / Stieglakebecken: ag.u Lange + Grigoleit, Berlin 2. BA – Spieroweg: Weidinger Landschaftsarchitekten, Berlin 3. BA – Wiesenbecken / Grabenkreuz / Ulrikenbecken: ag.u Lange + Grigoleit, Berlin 4. BA – Klosterfelde: Häfner / Jimenez - Büro für Landschaftsarchitektur, Berlin 5. BA – Ziegelhof / Burgwallgraben: Topotek 1, Berlin 6. BA – südlicher Egelpfuhlgraben: ARGE Planungsbüro Förster / Maigrün, Berlin
Lage: Bezirk Spandau, zwischen Spandauer Burgwall und Staaken
Größe: 21 Hektar
Finanzierung: Deutsche Bahn AG (Ausgleichs- und Ersatzmittel aus der Maßnahme Schnellbahnverbindung Hannover - Berlin)
Bauzeiten: 2004-2007
Grünverbindung vom Spandauer Burgwall bis nach Staaken