Aktuell
Park

In den Gärten der Welt wird seit Herbst 2019 ein Jüdischer Garten realisiert. Er wird die bereits vorhandenen Themengärten ergänzen und als landschaftsarchitektonisch-künstlerischer Beitrag die Darstellung der großen Weltreligionen und Weltanschauungen vervollständigen.

Der Dialog von Kulturen und Religionen ist ein Kernelement der Gärten der Welt. Mit dem neuen Jüdischen Garten werden nun die drei großen monotheistischen Religionen vervollständigt. Initiator für die Errichtung des Jüdischen Gartens war die Allianz Umweltstiftung, die bereits den Orientalischen Garten (2005) und den Christlichen Garten (2011) in den Gärten der Welt unterstützt hat.

Das Land Berlin, vertreten durch die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz und die Grün Berlin GmbH, hatte in Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen den 'Künstlerisch-landschaftsplanerischen Gestaltungswettbewerb Jüdischer Garten in den Gärten der Welt, Berlin Marzahn-Hellersdorf' im Jahr 2018 ausgelobt. Der Wettbewerb und die Realisierung werden durch die Allianz Umweltstiftung, die Axel Springer Stiftung sowie durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt gefördert.

Auf Empfehlung des Zentralrats der Juden in Deutschland wurden bereits im Vorfeld des Wettbewerbs verschiedene Repräsentanten des Jüdischen Kulturkreises in ein Expertengremium zur Beratung eingeladen. Dieses Gremium begleitete die Entwicklung der Aufgabenstellung sowie den gesamten Verlauf des Wettbewerbs und war auch in der Wettbewerbsjury vertreten.

Das Preisgericht tagte am 31. Oktober 2018 unter Vorsitz des Dresdner Landschaftsarchitekten Till Rehwaldt und zeichnete die Arbeit des Teams atelier le balto Landschaftsarchitekten und der Künstler Manfred Pernice und Wilfried Kuehn mit dem ersten Preis aus. Der Wettbewerb ist auf der Seite der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen dokumentiert.

Errichtet wird der Jüdische Garten auf einer Fläche von ca. 2.000 m² im Bereich der höchsten Erhebung in den Gärten der Welt mit Blickbeziehung zum Christlichen Garten. Auf vordergründige Symbolik oder Glaubensinschriften wird in der Gestaltung bewusst verzichtet. Zunächst entsteht ein Netz aus Wegen, in das Platzflächen und Felder unterschiedlicher Größe und Form eingebettet sind. Das Wegenetz symbolisiert die Diaspora der jüdischen Kultur mit all ihren Verflechtungen, internationalen Bezügen und Entwicklungen. In den Feldern sollen Pflanzen gedeihen, die zur Geschichte der Juden gehören. Zwei raumprägende skultpurale Pavillons an zwei Begegnungspunkten im Wegenetz dienen als Treffpunkt und Aufenthaltsort.

Verantwortlich für die Umsetzung, die mit der Grundsteinlegung im Herbst 2019 begann, ist die Grün Berlin GmbH, die als landeseigenes Unternehmen unter anderem den Betrieb und die Entwicklung der Gärten der Welt verantwortet.

 

Projektdaten

Zuständigkeit Grün Berlin:
Projektentwicklung Grün Berlin GmbH
Projekt- und Baumanagement Grün Berlin GmbH
Bauherr: Grün Berlin GmbH
Entwurf/Planung: atelier le balto Landschaftsarchitekten und der Künstler Manfred Pernice und Wilfried Kuehn
Lage: Bezirk Marzahn-Hellersdorf
Der Jüdische Garten wird in den Gärten der Welt mit Blickbeziehung zum Christlichen Garten gebaut.
Größe: ca. 1.000 qm
Finanzierung: Allianz Umweltstiftung:
Wettbewerbsverfahren: 80 Tsd. €,
Realisierung: 170 Tsd. €

// Axel Springer Stiftung:
Wettbewerbsverfahren: 40 Tsd. €,
Realisierung: 170 Tsd. €

//Dt. Bundesstiftung Umwelt:
Wettbewerbsverfahren: 120 Tsd. €,
Realisierung: 380 Tsd. €

//Gesamtfördermittel 960 Tsd. €

Bauzeiten: 2019 - 2020