Luftblick auf den Flughafen Tegel mit Terminalgebäuden sowie Flug- und Rollfeld
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Urbane Freiräume

Flughafen TXL: Tegeler Stadtheide (Landschaftsraum Tegel)

Das Areal des ehemaligen Flughafens Tegel entwickelt sich in den kommenden Jahren zu einem Vorzeigeprojekt für nachhaltige und zukunftsfähige Stadtentwicklung. Dabei übernimmt Grün Berlin die Aufgabe, das ehemalige Flug- und Rollfeld (Tegeler Stadtheide) schrittweise zu qualifizieren. Auf perspektivisch 220 Hektar Fläche entsteht als Natur- und Landschaftsschutzgebiet ein innovativer Freiraum mit Angeboten zu Freizeitnutzung und Forschung. Der urbane Freiraum ergänzt so den Forschungs- und Industriestandort Urban Tech Republic rund um das ehemalige Terminal sowie das als ressourcenschonendes Wohngebiet angelegte Schumacher Quartier.

Damit der ehemalige Flughafen zukünftig zur neuen Heimat für Bürger*innen, Unternehmer*innen, Forschende und Studierende werden kann, schafft die Transformation der Tegeler Stadtheide zum Schutzgebiet den erforderlichen ökologischen Ausgleich. So entsteht ein urbaner Freiraum, der Natur, Leben und Arbeiten nachhaltig zusammenbringt.

Freizeitnutzung und Naturschutz im Einklang

Die Tegeler Stadtheide ist Heimat seltener Flora und Fauna: Steinschmätzer, Feldlerche, Heidepflanzen und Trockenrasen sind nur einige Beispiele geschützter Artenvielfalt. Die wertvolle Heidelandschaft zu bewahren und die Biodiversität durch nachhaltige Landschaftspflege zu stärken, ist Grundlage für die Qualifizierung der Fläche.

Gleichzeitig wird der Landschaftsraum schon aufgrund seiner Weite auch für die Berliner*innen zum Erlebnis. Das Besondere: Hier wird sich künftig ein Naturschutzgebiet aus unterschiedlichen Distanzen und über alle Sinne erkunden lassen. Gleichzeitig bietet der Landschaftsraum den Besucher*innen ausreichend Platz für Freizeitaktivitäten und Bewegung, vor allem entlang der drei Kilometer langen und 60 Meter breiten nördlichen Start- und Landebahn.

Umweltbildung und Feldforschung

Die Transformation vom Rollfeld zum Landschaftsraum ist ein evolutionärer Prozess, an dessen Faszination Interessierte früh im Rahmen von vielfältigen Angeboten der Umweltbildung teilhaben können. Im Mittelpunkt steht dabei die Erfahrung der Natur mit allen Sinnen.

Ganz im Sinne des Namensgebers des ehemaligen Flughafens, des Erfinders und Flugpioniers Otto Lilienthal, wird der Landschaftsraum darüber hinaus buchstäblich als Ort für „Feldforschung“ und Kreativität gedacht. Die Forschung von Hochschulen, Initiativen und Unternehmen – vor allem zu biologischen, agrarwissenschaftlichen und ökotechnologischen Themen – soll hier ermöglicht und vernetzt werden: Wo lebendige Naturbeobachtung auf kreativen Forschergeist trifft, eröffnen sich so (wieder) neue Perspektiven.

Schrittweise Eröffnung

Die Planungen für den Landschaftsraum sehen eine teilweise und schrittweise Öffnung für die Öffentlichkeit vor. Für die weitere Entwicklung werden zunächst die Flächen von Kampfmitteln bereinigt. Eine Ökologische Baubegleitung sorgt dabei für die erforderliche sensible Umsetzung. Voraussichtlich ab 2022 wird es möglich sein, in geführten Touren die Tegeler Stadtheide zu besuchen.