Eine Detailansicht der Geologischen Wand.
© Grün Berlin
Botanischer Volkspark Blankenfelde-Pankow

Geschichte

Die Anlage des Volksparks geht zurück auf eine Anregung des Gartenbaudirektors Albert Brodersen, der das stillgelegte Rieselfeldgelände 1909 als zentralen Berliner Schulgarten anlegen ließ. Vorgefundenes, wie der kleine und der große Zingerteich sowie die Pflanzen und Bäume der Brandenburger Wälder, wurden in die Gestaltung einbezogen und landwirtschaftliche Flächen angelegt. Apfelbäume säumen die Feldraine, Zierhölzer flankieren die Hauptwege. Der Parkwald wurde ab 1911 angelegt. Wesentliches Anliegen war damals auch die Versorgung der Berliner Schulen mit Pflanzenmaterial für den Botanik- und den Zeichenunterricht.

Während der beiden Weltkriege konnte die Berliner Bevölkerung mit landwirtschaftlichen Produkten von den Feldern des Parks versorgt werden. Nach 1945 wurde die Anlage wiederhergestellt und als Zentralstation für junge Naturforscher*innen genutzt – zu der Zeit wurden auch das Wildgehege, die Volieren und die Stallungen ergänzt. Von 1977 bis zur Wende nutzte die Humboldt Universität das Gelände. Die Schaugewächshäuser aus den 1920er Jahren erfuhren eine Rekonstruktion, neue Tropen- und Gewächshäuser entstanden. Das ebenfalls bereits in den 20er Jahren eingerichtete Arboretum europäischer Baumarten wurde erweitert. 1994 erklärte der Senat die Anlage zur Öffentlichen Grünanlage und erhob sie zum Gartendenkmal.

Die Grün Berlin GmbH übernahm vom Bezirk Pankow zum Anfang des Jahres 2011 die Entwicklung und den Betrieb des Botanischen Volksparks Blankenfelde-Pankow. Für die Parkentwicklung liegt ein Nutzungskonzept vor, das eine zeitgemäße Wiederaufnahme des ursprünglichen Bildungszwecks der Anlage vorsieht. Zusätzlich sollen weitere Angebote im Bereich Freizeit und Gesundheit die Attraktivität der öffentlichen Grünanlage für die Besucher*innen erhöhen.