Coburgerfuchs Schafe im Kienbergpark.
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Weide- und Wildtiere in guter Nachbarschaft

Eine ganzjährige Beweidung steht grundsätzlich im Einklang mit dem heimischen Wildtierbestand. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass die Population von Niederwild wie Hase, Rebhuhn, Fuchs etc. auf Flächen von ganzjährigen Beweidungsprojekten oftmals höher ist, als im benachbarten, nicht beweideten Gebiet.

Auch das Rehwild hat auf Beweidungsflächen oftmals einen besseren Stand und profitiert vom Nahrungsangebot im Vergleich zu nicht gepflegten und verbuschten Flächen.

Die im September 2019 neu gebauten sowie die bestehenden Weidezäune des Arche-Parks am Kienberg sind in der Bauart und -höhe so gewählt, dass sie vor allem für ausgewachsene Rehe kein Hindernis darstellen. Entweder springen sie über den Zaun oder sie gehen unter dem Hohlraum zwischen Tor und Boden hindurch (Spuren dazu wurden bereits gefunden). Auch Jungtiere bzw. Jungtierführende Mütter haben durch den Freiraum unter den Toren ausreichend Möglichkeiten die Fläche in Ruhe zu betreten und wieder zu verlassen. Gerade die Fläche direkt am Wuhletal bietet durch die teilweise offene Zaungestaltung an der Flachwasserzone den Tieren weitere Möglichkeiten die Fläche zu betreten und wieder zu verlassen.

Im Bereich der bestehenden Zäune konnte man in den letzten Jahren ein gutes Nebeneinander der Weide- und Wildtiere beobachten. So ist regelmäßig ein Jungbock, der inzwischen schon ausgewachsen ist, auf den Beweidungsflächen oberhalb des Wuhleteichs zu sehen.

Auch scheinen die Rehe den Schutz der Weidezäune gerne aufzusuchen, da in dem Bereich keine freilaufenden Hunde für die Tiere zu befürchten sind. Die Anzahl der Weidetiere ist so gering, dass auf der bestehenden eingezäunten Fläche keine Konkurrenz zwischen Rehwild und Weidetier aufkommen kann.