Park am Gleisdreieck

Stadtnatur

Landschaftlich ist der Park am Gleisdreieck geprägt von den zentralen, weitläufigen Rasen- und Wiesenflächen, die von Wäldchen und einzelnen Bäumen gesäumt und von breiten Wegen durchquert werden. Oberstes Ziel der Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen war und ist es, die Belange von Naturschutz und Erholungsnutzung im Park am Gleisdreieck in Einklang zu bringen.

In seiner Zeit als wilde Brachfläche ist am Gleisdreieck eine einzigartige ökologische Vielfalt gewachsen, die auch im neuen Park erhalten bleiben soll. Darüber hinaus bietet der Park aber auch ganz besondere Frei- und Begegnungsräume: der Interkulturelle Garten „Rosenduft“ und der Naturerfahrungsraum im Ostpark, sowie die „Gärten im Garten“ im Westpark. Zudem knüpft das Gestaltungskonzept an die historische Nutzung des Geländes an – aufmerksame Besucher*innen finden Spuren der der Vergangenheit in Form alter Bahngleise, Signalanlagen und Prellböcke vor allem im Ostpark und im Flaschenhalspark.

Ein Mädchen klettert auf den Ästen eines Baumes.
© Konstantin Börner

Naturerfahrungsraum

Das Pilotprojekt Naturerfahrungsraum entstand im Rahmen der Beteiligung der Bürger*innen. Spielgeräte gibt es hier nicht, dafür können Kinder auf einer Fläche von 3.500 Quadratmeter (Eröffnung: Juni 2009) fast unberührte Natur, Pflanzen, Tiere, Boden und Wasser erleben. Der Untergrund wurde leicht modelliert, die Mulden werden im Sommer regelmäßig mit Wasser gefüllt und laden zum Planschen und Matschen ein. Das Projekt wurde von Grün Berlin und der „ARGE Naturerfahrungsräume“ betreut. Ein weiterer kleinerer Naturraum befindet sich im Westpark oberhalb des Marktplatzes.
Das Bild zeigt den Interkulturellen Garten Rosenduft.
© Konstantin Börner

Der Interkulturelle Garten Rosenduft

Der Interkulturelle Garten Rosenduft wurde von dem südost Europa Kultur e.V. für traumatisierte Flüchtlinge aus Bosnien und Herzegowina gegründet, die 2006 einen kleinen Garten auf dem Gleisdreieck anlegten. Im Zuge der Parkplanung wurde der Garten auf dem Gelände gesichert. Inzwischen beteiligen sich viele Menschen unterschiedlicher Nationalitäten aus der Nachbarschaft an dem Projekt. Sie helfen bei der Gartenarbeit, richten gemeinsam Feste aus und freuen sich über die gärtnerische und soziale Bereicherung der Nachbarschaft. Träger des Rosenduftgartens ist der Verein Südost Europa Kultur e.V.
Eine Detailansicht eines Blumenfeldes, im Hintergrund ist die U-Bahn Brücke mit einer U-Bahn zu sehen.
© Konstantin Börner

Gärten im Garten

Das Pilotprojekt »Gärten im Garten« integriert sechzehn Parzellen der Kleingartenanlage »Potsdamer Güterbahnhof « nördlich der U2-Brücke in den Park am Gleisdreieck. Die Öffnung erfolgt durch Allmendeflächen, Projekt- und interkulturelle Gemeinschaftsgärten. Der Markplatz als Kernstück und verbindendes Element dient als Treffpunkt und Schaufenster des urbanen Gärtnerns. Zusammen mit dem Café entstand ein Ort, der die Kommunikation und den interaktiven Austausch zwischen Nachbar*innen, Parkbesucher*innen und Kleingärtner*innen ermöglicht. Hier befindet sich auch das Bienengärtchen (http://schoeneberg.berlin-bienenstadt.de/), ein Projekt des Kunst Werk Stadt Berlin e.V. (http://kunstwerkstadt-berlin.de/) in Kooperation mit der Kleingartenkolonie POG (http://www.facebook.com/POG.Kleingaerten), das zum Mitmachen einlädt.