Visualisierung des künftigen Spielplatzes an der Berliner Schillingpromenade.
© Franz Reschke Landschaftsarchitektur GmbH | Bezirksamt Mitte von Berlin

Die Schillingpromenade ist das grüne Rückgrat des Quartiers Karl-Marx-Allee. Als großzügiger Freiraum verbindet sie die Karl-Marx-Allee und den U-Bahnhof Schillingstraße mit dem U- und S-Bahnhof Jannowitzbrücke an der Holzmarktstraße und dient als wichtige Wegeverbindung, Aufenthaltsort und sozialer Treffpunkt für Anwohner*innen und Besucher*innen.

Als eine der ersten Fußgängerpromenaden der ehemaligen DDR wurde sie Anfang der 1960er Jahre angelegt und prägte mit ihren Grünflächen, Baumreihen, Hochbeeten, Spielplätzen und Pavillons über Jahrzehnte das öffentliche Leben im Quartier. Als Naherholungs- und Versorgungsachse war sie ein zentraler Ort des Alltags und ist bis heute ein prägender Bestandteil des Stadtteils. Gleichzeitig ist die Schillingpromenade Teil eines stadträumlich, architektonisch und denkmalpflegerisch bedeutenden Umfelds im städtebaulichen Erhaltungsgebiet Karl-Marx-Allee, II. Baubschnitt. Ihre charakteristischen Freiraumstrukturen, Grünanlagen und Ausstattungselemente prägen bis heute die Identität und den besonderen Charakter des Quartiers und sind ein wichtiger Teil seines kulturellen Erbes.

Um die Schillingpromenade an aktuelle und zukünftige Anforderungen anzupassen, verantwortet Grün Berlin für das Land Berlin ihre umfassende Neugestaltung. Veränderte Rahmenbedingungen im Quartier, neue Wohn- und Geschäftsstandorte, neue Anforderungen an den öffentlichen Raum sowie die Herausforderungen des Klimawandels machen eine Qualifizierung und Weiterentwicklung der bestehenden Freiräume erforderlich. Ziel ist es, die charakteristischen Qualitäten der historischen Promenade als Grün-, Aufenthalts-, Versorgungs- und Begegnungsachse zu bewahren, die Nahversorgung und die angrenzenden Gewerbestandorte zu stärken und zugleich zukunftsfähige Lösungen für ihre weitere Entwicklung zu schaffen. Das Vorhaben ist Teil der städtebaulichen Entwicklung des Quartiers und wird im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Lebendige Zentren“ umgesetzt.

Den Auftakt des Projekts bildete ein freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb. Dadurch wurde eine tragfähige Grundlage für die zukünftige Entwicklung der Promenade geschaffen. Das Bezirksamt Mitte verantwortet das Wettbewerbsverfahren und die begleitende Beteiligung. Auf Grundlage des ausgewählten Entwurfs führt Grün Berlin für das Land Berlin die weitere Planung und Realisierung des Projekts als öffentliche Bauherrin fort.

Nach Abschluss des Wettbewerbsverfahrens und der Entscheidung des Preisgerichts am 28. August 2026 zugunsten des Entwurfs von Franz Reschke Landschaftsarchitektur wird der ausgewählte Entwurf weiterentwickelt und bis zur Umsetzungsreife qualifiziert. Anschließend erfolgt die Realisierung in mehreren Bauabschnitten. Die Gesamtfertigstellung ist bis voraussichtlich 2031 vorgesehen.

Aktuelles zur Schillingpromenade