Regelmäßige Durchführung eines Naturschutzfachlichen Monitorings seit der Öffnung des Tempelhofer Feldes

Das Tempelhofer Feld wurde am 08. Mai 2010 dauerhaft für die Bevölkerung geöffnet. Seit dem finden auf dem Gelände eine Vielzahl von unterschiedlichen freiraumbezogenen Nutzungen statt. Aus davor geführten Untersuchungen zu der biologischen Ausstattung (Seebauer et al. 2006) ist bekannt, dass auf dem Areal großflächig geschützte Biotope (§ 26a NatSchG Bln / § 30 BNatSchG, FFH Lebensraumtypen) und  naturschutzrechtlich geschützte Arten (BNatSchG, Bundesartenschutzverordnung, FFH-RL, Vogel-RL) vorkommen.

Im Zusammenhang mit der Vorbereitung der Eröffnung des Tempelhofer Feldes am 8. Mai 2010 wurde festgelegt, dass eine Vielzahl von Maßnahmen durchgeführt werden, die darauf abzielen, die naturschutzfachlichen Qualitäten des Tempelhofer Feldes auch nach Öffnung des Areals für die Öffentlichkeit zu erhalten. So sind insgesamt fünf unterschiedliche Bereiche definiert worden, die sich in ihrer Betretbarkeit und ihrer Nutzbarkeit unterscheiden. Es handelt sich dabei um folgende Nutzungstypen:

  • die im Norden des Flughafens vorgesehene “Aktionsfläche“,
  • die abgepollerte „Wiesenmeer-Fläche“ zwischen der Start- und Landebahnen,
  • die im Südosten liegende eingezäunte (nicht betretbare) Fläche,
  • alle frei zugänglichen sonstigen Vegetationsflächen innerhalb des Taxiweges,
  • die Flächen zukünftiger Bebauungspläne in den Randbereichen, außerhalb des Taxiweges.

Des Weiteren ist das gesamte Areal eingezäunt und nur über wenige Hauptzugänge und mehrere Nebeneingänge mit Drehkreuzen tagsüber erreichbar. Nachts besteht auf Grund der Zaunanlage ein Zugangsverbot. Auf dem gesamten Gelände herrscht Leinenzwang für Hunde und an drei Standorten wurden großzügige eingezäunte Hundeauslaufgebiete geschaffen. Für das Grillen und Picknicken gibt es ausgewiesen Angebotszonen. Über den Sicherheitsservice wird die Umsetzung der Parkordnung gesichert.

Um feststellen zu können, in wie weit die Flächenzonierung und die geplanten Maßnahmen Ziel führend im Hinblick auf die Erhaltung der o.g. Qualitäten sind, wurde im Jahr 2010 ein dreijähriges naturschutzfachliches Monitoring für die Freiflächen begonnen und in den Jahren 2011, 2012, 2015 und 2017 fortgesetzt.

Das Monitoring dokumentiert, wie sich die fünf unterschiedlichen Flächenhandhabungen und die Pflegemaßnahmen auf den Flächen im Zusammenhang mit der Besuchernutzung auf die biologische Ausstattung des Areals auswirken.