Auf 5.000 m² betreiben über 500 GärtnerInnen seit April 2011 ehrenamtlich den Interkulturellen Gemeinschaftsgarten Allmende-Kontor auf dem ehemaligen Flugfeld Tempelhof.

Projektbeschreibung

Über 500 GärtnerInnen betreiben seit April 2011 auf dem ehemaligen Flugfeld Tempelhof ehrenamtlich einen Interkulturellen Gemeinschaftsgarten namnes Allmende-Kontor auf 5.000 m². Der Garten wird von jung und alt, Hiesigen und Zugereisten aller Länder für seine Kreativität geschätzt. Wir ermöglichen den Menschen und besonders auch Kindern Erholung, Picknick und Spiel zwischen blühenden Bohnen und duftenden Blumen. Wir tragen so zu einem zwanglosen interkulturellen Miteinander bei. Täglich besuchen Umweltgruppen, Forschende, TV-Teams oder Unis den für alle stets zugänglichen Garten. Momentan bereichern Untergruppen wie eine Bienen-, eine Kompost- und eine Färberbeetgruppe das Projekt.

Interkulturelle Gärten stellen und beantworten zentrale Fragen der urbanen Gesellschaft: zu sozialen, kulturellen und biologischen Vielfalt, partizipativen Stadtgestaltung, Stadtökologie, Versorgung und Konsum, Bildung, Bewegung, Ernährung und Gesundheit, Solidarität, Integration und bürgerschaftlichem Engagement. In Berlin entstanden seit 2004 binnen von 10 Jahren zwischen 60 und 100 dieser neuen Nachbarschaftsgärten und anderer Bauerngärten, wie die Berliner Gartenkarte zeigt, die ebenfalls im Rahmen des Allmende-Kontors entstand. Diese gemeinsam – wie die BerlinerInnen gerne sagen – „beackerten“ Gemüsegärten werden wie neue Allmenden genutzt. Allmenden im Sinne von Flächen, die allen gehören und um die sich eine bestimmte Gruppe kümmert. Diese neuen Gemeinschaftsgärten zeigen, wie notwendig der Zugang zur Natur und das aktive Gärtnern für die StadtbewohnerInnen des neuen Jahrtausends ist.

Das Allmende-Kontor entstand als eine Allmende, die die Vielfalt städtischen Gärtnerns abbildet, auch wenn hier das nachhaltige Gärtnern ohne Input von Gift und Geld angestrebt wird. Der Garten Allmende-Kontor auf dem Tempelhofer Feld wurde so eine Anlauf- und Vernetzungsstelle für Interessierte aus aller Welt. Mit seinen Workshops zum Pflanzenfärben, Kompostieren oder der biologischer Mäusebekämpfung und ähnlichen mehr samt anschließenden Picknicks wurde das Allmende-Kontor ein Lern- und Lebensort für alle. Darüber hinaus inspirierte er zahllose Publikationen, Forschungsarbeiten, Blogs, Dokumentationen und Filmer sowie Fotografen.

Der Gemeinschaftsgarten Allmende-Kontor ermöglicht Menschen ohne eigenen Garten besonders des "armen" Bezirks Neukölln und Nachbarbezirken interkulturell zu gärtnern, an der frischen Luft zu sein und mit allen Sinnen lernen zu können. Spüren, wie gut Natur tut, wie spannend es ist, zu gärtnern, wie friedlich das in der Erde Buddeln stimmt. Das Projekt möchte diese Art und weise will anregen, ähnliche Gärten auch anderswo auf dem Feld, in Berlin und überall zu gründen.

 

Projektträger

Gemeinschaftsgarten Allmende-Kontor e. V.

Kontakt: garten@allmende-kontor.de

 

Präsenzzeiten

Aktivitäten sind vom Wetter abhängig, angestrebt wird eine Präsenz von zwei Wochenenden im Monat.

Die Gartengemeinschaft trifft sich jeden ersten Samstag im Monat nachmittags. Interessierte können gerne dazu kommen. Der Garten organisiert und finanziert sich selbst. Alle aktuellen Termine stehen auf der Website.

 

Projektfeld Oderstraße