Genauso wie Wildtiere und Wildpflanzen gibt es auch viele Nutztierrassen, die vom Aussterben bedroht sind und auf Roten Listen geführt werden. Früher wurde in der Landwirtschaft mit einer großen Vielzahl an Nutztierrassen gearbeitet, weil die Tiere unterschiedlich an die Anforderungen der jeweiligen Region angepasst waren. Mit Ende des zweiten Weltkriegs begann eine Umstrukturierung der Landwirtschaft, in deren Zuge sich die Anforderungen an die Nutztiere stark verändert haben. So etablierte sich vor allem die intensive Leistungszucht. Daher wird in der Landwirtschaft heute nur mit wenigen hochleistungsfähigen Rassen gearbeitet.

Die gefährdeten Rassen haben jedoch viele erhaltenswerte genetische Eigenschaften, wie deren Langlebigkeit, Genügsamkeit, Widerstandsfähigkeit oder gute Muttereigenschaften. Dazu gehört auch die Rasse der Skudden, die auf dem Tempelhofer Feld in der Landschaftspflege eingesetzt wird und die wir durch Nutzung und Zuchtarbeit erhalten.

Skudden

Skudden stellen die kleinste deutsche Schafrasse dar und stammen ursprünglich aus Ostpreußen und dem Baltikum. Die Rasse stand nach dem zweiten Weltkrieg vor dem Aussterben und konnte in Deutschland nur durch einen kleinen Zuchtstamm im Tierpark Hellabrunn (München) erhalten werden. Es gibt weiße, braune und schwarze Farbschläge. Nur die Böcke sind behornt.

Skudden sind zäh, robust, anspruchslos und sehr gute Futterverwerter, weswegen sie für die ganzjährige Weidehaltung und Landschaftspflege sehr gut geeignet sind.

Arche Park am Kienberg

Die Grün Berlin setzt sich in dem von der GEH zertifiziertem Arche-Park am Kienberg aktiv für den Erhalt weiterer gefährdeter Rassen ein. Hier werden Erhaltungs- und Aufklärungsarbeit zu den Rassen Rotes Höhenvieh, Dülmener Pferden, Dunkle Biene, Coburger Füchse und Skudden geleistet.

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