Natur-Park Schöneberger Südgelände

Kunst & Umwelt

Der ökologische Reichtum und die ausgeprägte Vitalität des Areals regen Fantasie und Kreativität an. Vor allem Künstler*innen bietet es Raum für originelle Schöpfungen, sei es Bildhauerei, Musik, Malerei, Fotografie oder darstellende Kunst. Wer den Natur-Park erkundet, tut dies auf Stahlkunstwerken der Bildhauergruppe ODIOUS. Stege, Baumhäuser oder Röhren erschließen das Natur- und Landschaftsschutzgebiet und ermöglichen Einsichten und Ausblicke.

Die Künstlergruppe ODIOUS

Stahl ist das bestimmende Element der Kunstwerke von ODIOUS. Die ehemals sechsköpfige Berliner Künstlergruppe, die sich 1982 an der Hochschule für bildende Künste in Berlin formierte, hat ihre Spuren überall im Natur-Park Südgelände hinterlassen. Neben vielen abstrakten Stahlskulpturen hat sie auch den 600 Meter langen Stahlsteg konstruiert, der durch das Naturschutzgebiet führt.

Die Kunst von ODIOUS greift einerseits in ihrer Monumentalität und Materialität die ehemalige industrielle Funktion des Ortes und die rostenden Relikte dieser Zeit auf und korrespondiert gleichzeitig wunderbar mit der wild wuchernden Natur – und gibt darum dem Natur-Park als verwunschenem Ort seinen besonderen, faszinierenden Charakter.

Giardino Segreto

Vom Lagerplatz zum Renaissancegarten: Der Giardino Segreto im Natur-Park Schöneberger Südgelände ist Garten-Kunst im wahrsten Sinn des Wortes: rein künstlich und von Künstler*innen geschaffen!

Der klassische Giardino Segreto stammt aus dem Italien der Renaissance: Ein etwas abgelegener und doch der Villa zugeordneter intimer Garten, von Mauern eingefasst und in die Landschaft eingebettet. Draußen die ungeplante Natur, drinnen die geordnete – mit streng geometrischen Beeten, geschnitten Hecken und Skulpturen.

Nach diesem Vorbild entstand im Natur-Park Schöneberger Südgelände in Berlin ein neuer Anziehungspunkt: Auf einem 130 Meter langen und 22 Meter breiten ehemaligen Lagerplatz plante und errichtete die Künstlergruppe Odious eine moderne Interpretation des Giardino Segreto. Hinter einer Betonmauer erwarten die Besucher*innen nun stählerne Kuben und Skulpturen, von Stahlkanten eingefasste Rasenbeete, Bänke mit Steinkissen und viele weitere Überraschungen – ein bewusster Kontrast zu der urwüchsigen Natur des umgebenden Natur-Parks.