Umweltbildungszentrum im Britzer Garten wird wieder aufgebaut
• Lern- und Begegnungsort für Umweltbildung kehrt zurück
• Bauarbeiten starten ab 2027
• Wiederaufbau mit mehr Barrierefreiheit und Aufenthaltsqualität
Berlin, 21. Juli 2026. Das Umweltbildungszentrum im Britzer Garten wird wieder aufgebaut. Die Bauarbeiten für den Neubau des im Oktober 2024 durch einen Brand zerstörten Gebäudes sollen voraussichtlich im ersten Halbjahr 2027 starten. Dabei wird der beliebte Lern- und Erfahrungsort im Britzer Garten in seiner ursprünglichen Form wieder errichtet.
Neubau in gleicher Form mit Verbesserungen
Das 2017 eröffnete Gebäude für die Umweltbildungsangebote im Britzer Garten geht auf einen Ideenwettbewerb aus dem Jahr 2013 zurück. Im anschließenden Architekturwettbewerb überzeugte der Entwurf der österreichischen Hermann Kaufmann ZT GmbH. Charakteristisch sind die klare, zeitgenössische Gestaltung und der konsequente Einsatz überwiegend nachwachsender Rohstoffe.
Für den Neubau konnten alle Planer*innen des ursprünglichen Umweltbildungszentrums und der Außenanlagen wieder gewonnen werden. Dadurch kann der Wiederaufbau besonders effizient, wirtschaftlich und mit hoher Planungssicherheit realisiert werden.
In den Neubau fließen Erkenntnisse zur Optimierung ein, die während des jahrelangen Betriebs des früheren Gebäudes gesammelt werden konnten. So wird statt einer mechanischen Lüftungsanlage künftig ein natürliches Lüftungskonzept umgesetzt sowie eine Sonnenschutzverglasung und ein innenliegender Blendschutz für den sommerlichen Wärmeschutz eingebracht. Der barrierefreie Zugang zum Gebäude wird weiter verbessert und die innere Raumaufteilung entsprechend den Anforderungen der Nutzer*innen angepasst. Zudem wird den aktuellen gesetzlichen Regelungen Rechnung getragen und eine Photovoltaikanlage ergänzt. Aktuell erfolgt die planerische und genehmigungsrechtliche Vorbereitung für die Vergabe der Baugewerke, sodass der Wiederaufbau im kommenden Jahr starten kann.
Die Projektkosten für den Wiederaufbau belaufen sich auf rund 2,4 Millionen Euro netto. Bauherrin und zuständig für die Steuerung des Projekts sowie Betreiberin des Britzer Gartens ist Grün Berlin. Die Fertigstellung des Umweltbildungszentrums erfolgt voraussichtlich im Jahr 2028. Die Umweltbildungsarbeit im Britzer Garten erfolgt durch Campus Stadt Natur, dem Umweltbildungsprogramm von Grün Berlin, und das Freilandlabor Britz. Um die Bildungsangebote auch nach dem Brand des Umweltbildungszentrums nahtlos fortführen zu können, dient der Karl-Foerster-Pavillon seit Februar 2025 als Ausweichquartier.
Nachhaltiger Ort für die Umweltbildung
Das rund 400 Quadratmeter große Umweltbildungszentrum erscheint als schwebender Pavillon, der sich sensibel in den gewachsenen Baumbestand des Britzer Gartens einfügt. Die vogelnestartige Hülle aus schräg angeordneten Holzstäben umschließt auch künftig wieder das Gebäude wie ein Geflecht und verleiht ihm seine charakteristische Leichtigkeit und Transparenz. Die offene Struktur ermöglicht zugleich Einblicke in die Innenräume und stellt eine visuelle Verbindung zur Natur her. Holz als nachwachsender Rohstoff kommt erneut für die Fassadenstäbe und die Fußböden zum Einsatz. Die Beheizung erfolgt über eine umweltfreundliche Luft-Wärmepumpe. Eine extensive Dachbegrünung sorgt für eine dämmende, Temperaturschwankungen ausgleichende Wirkung, so dass im Winter der Wärmeverlust und im Sommer die Aufheizung im Innern vermindert wird. Es verbessert zudem die ökologische Funktion des Daches, unterstützt ein nachhaltiges Regenwassermanagement und trägt so zur Verbesserung des Mikroklimas vor Ort bei.
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