Öffentliche Bauten
Teehaus im Englischen Garten
Das markante und beliebte Teehaus im Berliner Tiergarten wurde im September 2024 durch einen Brand schwer beschädigt. Dabei stürzte das Dach des eingeschossigen Gebäudes weitgehend ein. Errichtet im Jahr 1952, ist das Teehaus Teil des Gartendenkmals Englischer Garten. Dieser entstand auf Initiative des britischen Stadtkommandanten General Bourne im Zuge der Wiederaufforstung des Tiergartens nach dem Zweiten Weltkrieg. Das reetgedeckte Gebäude orientiert sich architektonisch an einem englischen Landhaus.
Der Bezirk Mitte von Berlin und Grün Berlin haben im Sommer 2025 gemeinsam eine Kooperationsvereinbarung zum Teehaus im Englischen Garten geschlossen. Auf deren Grundlage sollen das Gastronomiegebäude beräumt und notwendige Untersuchungen für einen möglichen Wiederaufbau durchgeführt werden.
Erste Schritte
Grün Berlin übernimmt für den Bezirk Mitte das Projektmanagement für die nach dem Feuer notwendigen Räumungsarbeiten. Dazu zählen auch Sicherungsmaßnahmen am beschädigten Gebäude. Parallel beginnt die Bedarfsplanung, um die Voraussetzungen für den Wiederaufbau zu schaffen. Ziel ist es zu ermitteln, ob und wie das Gebäude als Standort für eine zukünftige gastronomische Nutzung wieder hergerichtet werden kann – wie vom Bezirk Mitte präferiert. Dabei werden sämtliche Anforderungen, Zielsetzungen und Rahmenbedingungen für die zukünftige Nutzung erfasst – von räumlichen und funktionalen Aspekten bis hin zu denkmalrechtlichen Vorgaben. Mit abgeschlossener Machbarkeitseinschätzung inklusive der erforderlichen Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen liegt eine tragfähige Grundlage vor, um über eine mögliche nachhaltige Wiederherstellung des Teehauses im Englischen Garten zu entscheiden.
Zeitplan
Die Umsetzung der Beräumungsarbeiten ist voraussichtlich bis Anfang 2026 geplant. Die Bedarfsermittlung und Machbarkeitsuntersuchung werden voraussichtlich Mitte 2026 abgeschlossen sein.