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Pressemitteilung

Baustart für ein lebenswertes und nachhaltiges Quartier am Platz der Luftbrücke

  • Platz der Luftbrücke
  • Freitag, 20. März 2026
  • Mehr Lebensqualität für die Nachbarschaft
  • Mehr Grün-blau statt Grau für Mensch und Umwelt
  • Stärkung der lokalen Wirtschaft und sichere Mobilität

Berlin, 20. März 2026 - Am Platz der Luftbrücke westlich des Tempelhofer Damms starten heute, am 20. März 2026, die Bauarbeiten für ein Vorzeigeprojekt der klimaresilienten Stadtentwicklung: Der bisher stark vom Verkehr dominierte Raum wird in den kommenden Jahren zu einem lebenswerten, klimaangepassten grünen öffentlichen Freiraum für das ganze Quartier umgestaltet. Zum Auftakt begleiteten Senatorin Ute Bonde, Staatssekretär Andreas Kraus, Bezirksstadträtin Dr. Saskia Ellenbeck (Tempelhof‑Schöneberg) sowie Christoph Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Grün Berlin Stiftung, den offiziellen Start der Arbeiten. Damit beginnt zugleich die schrittweise Entwicklung des Stadtraums zu einem urbanen Raum mit mehr Aufenthalts- und Begegnungsflächen. Breitere und gut ausgebaute Geh- und Fahrradwege, gesicherte, barrierearme Zugänge zu den Geschäften des Einzelhandels und der Gastronomie sowie klar gegliederte Flächen verbessern das Umfeld – davon profitieren Anwohnende ebenso wie die lokalen Geschäfte. Zudem entstehen neue Orte zum Verweilen, ergänzt durch neue Baumpflanzungen und innovative Schwammstadt‑Lösungen, die das Quartier insgesamt spürbar aufwerten.

Für das Land Berlin verantwortet Grün Berlin die Umgestaltung, die auf einem Ideen‑ und Realisierungswettbewerb der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen basiert. In einem Beteiligungsverfahren wurde das Konzept gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, Gewerbetreibenden und Anwohnenden sowie dem Bezirk Tempelhof‑Schöneberg und der zuständigen Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt weiterentwickelt und finalisiert. Der erste, rund 15.000 Quadratmeter große Teilbereich des Gesamtvorhabens Platz der Luftbrücke rund um die Manfred‑von‑Richthofen‑Straße wird in fünf Bauabschnitten umgesetzt. Die Arbeiten sind so geplant, dass Einschränkungen für Anwohnende, Gewerbe und den Verkehr während der Bauzeit auf ein erforderliches Mindestmaß reduziert bleiben. Der Abschluss der Maßnahmen für den ersten Teilbereich ist für voraussichtlich Anfang 2028 vorgesehen.

Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt: „Am Platz der Luftbrücke, einem Ort mit großer Geschichte und zentraler Bedeutung für unsere Stadt, entsteht in den kommenden Jahren ein neuer, zusammenhängender Stadtraum - ein lebendiger, grüner und klimaangepasster Raum zwischen Tempelhof-Schöneberg und Friedrichshain-Kreuzberg. Dieser Platz wird sich zu einem Ort mit hoher Aufenthaltsqualität weiterentwickeln - für die Menschen, die hier leben, arbeiten oder einfach vorbeikommen. Die Umgestaltung folgt den Leitthemen unseres Stadtentwicklungsplans Klima und ist ein Referenzprojekt der Blau-Grünen Allianz zwischen dem Land Berlin, der Grün Berlin und den Berliner Wasserbetrieben. Konkret bedeutet das: weniger versiegelte Flächen, mehr Grün und ein innovatives Regenwassermanagement, das Regenwasser vor Ort nutzt und so die Resilienz vor Ort stärkt. Der Platz der Luftbrücke soll künftig nicht nur Durchgang, sondern Begegnungsort sein - ein lebendiger Treffpunkt, an dem Mobilität und Aufenthaltsqualität Hand in Hand gehen.“

Dr. Saskia Ellenbeck, Bezirksstadträtin (Tempelhof‑Schöneberg): „Mit der klimaangepassten Umgestaltung wird der historisch bedeutsame Platz der Luftbrücke fit für die Zukunft. Als Eingangstor in die Gartenstadt stärken wir damit auch die Geschäftsstraße Manfred-von-Richthofen-Straße, die eine deutlich höhere Aufenthaltsqualität bekommt. Durch Entsiegelung, Baumpflanzungen und Maßnahmen für Fuß-, Rad- und Lieferverkehr werden hier in den kommenden Jahren konkrete Beiträge zu Klimaresilienz und lebenswerten Kiezen umgesetzt.“

Christoph Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Grün Berlin Stiftung: „Mit der Neugestaltung realisieren wir einen vorbildlichen Stadtraum. Ein anspruchsvolles Projekt, von dem die Bürgerinnen und Bürger wie auch die lokale Wirtschaft und die Umwelt profitieren. Besonders wichtig ist uns dabei, dass der neue Platz nicht nur heute überzeugt, sondern auch langfristig wirkt. In enger Zusammenarbeit mit unseren Partnern und der Nachbarschaft entsteht ein neuer Stadtraum, der das Umfeld stärkt und neue Impulse für das Quartier setzt.“

Mehrwerte für Anrainer und lokale Wirtschaft

Mit der Umgestaltung entsteht ein lebendiger Treffpunkt, der sowohl die Aufenthaltsqualität wie auch die Erreichbarkeit stärkt. Die Manfred‑von‑Richthofen‑Straße wird auf 10,50 Meter verschmälert. Dadurch erweitert sich der Gehweg von bisherigen 8,45 Metern auf circa 10,50 Meter – mehr Platz für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Kundinnen und Kunden des lokalen Einzelhandels. Gesteigert wird die Aufenthaltsqualität auch durch zusätzliche Sitzgelegenheiten. Neue Fahrradschutzstreifen und eine Mittelinsel führen zu einem ruhigeren Verkehrsfluss zwischen künftiger Piazza, Quartiersplatz und den angrenzenden Häusern und verbessern so die Sicherheit von Radfahrenden und Menschen zu Fuß.

Mehr Grün-blaue statt grauer Infrastruktur

Parallel dazu entstehen zwei neue Aufenthaltsbereiche, die unterschiedliche Schwerpunkte setzen: ein lebendiger Platz direkt am U‑Bahnhof und ein ruhigerer Ort gegenüber, der zum Verweilen einlädt. Beide sorgen für ein besseres Klima im Quartier und steigern ebenso die Aufenthaltsqualität. Auf der neuen Piazza direkt am Ausgang des U‑Bahnhofs Platz der Luftbrücke bildet ein Brunnen das Zentrum: Er speist sich aus aufbereitetem Trinkwasser mit einem Anteil an Regenwasser, kühlt den Platz an heißen Tagen und puffert Niederschläge bei Starkregenereignissen. Der leicht vertiefte Platzkern kann Wasser kurzfristig aufnehmen und sorgt dafür, dass größere Mengen kontrolliert abfließen – ein wirksamer Schutz vor Überflutungen. Bäume auf der Piazza, entlang der Manfred‑von‑Richthofen‑Straße und auf dem neu entstehenden Quartiersplatz schaffen zusätzliche Schattenorte und tragen gemeinsam mit den großzügigen angrenzenden Pflanzflächen zu einem spürbar verbesserten Mikroklima bei. Der geschützte Quartiersplatz setzt sich bewusst vom städtischen Trubel ab. Ein grüner Rahmen aus Sträuchern fasst den Raum und schafft eine ruhige Atmosphäre, die Menschen aller Generationen zum Verweilen einlädt. Die entsiegelten Pflanzflächen sind als Mulden angelegt, so dass Regenwasser direkt vor Ort versickern kann und der natürliche Wasserhaushalt langfristig stabilisiert wird.

Insgesamt werden im Zuge der Umgestaltung 1.450 Quadratmeter zusätzliche Grünflächen geschaffen. 23 neue Bäume sowie umfangreiche Pflanzflächen ergänzen das Konzept. Das neue Grün mindert Hitze, verbessert die Luftqualität, erhöht die Versickerungsfähigkeit der Böden und schafft wertvolle Lebensräume für Vögel und Insekten – ein wichtiger Beitrag zu einem klimaresilienten und lebenswerten Quartier.

Mehr Sicherheit für alle

Damit sich Verkehr, Aufenthalt und Sicherheit künftig besser miteinander verbinden, bleibt die Fahrbahn auf eine Breite von 6,50 Metern ausgelegt. So können sich Busse und Lieferfahrzeuge problemlos begegnen, ohne auf die Fahrradschutzstreifen ausweichen zu müssen – das macht den Verkehr für alle Beteiligten sicherer.

Der Lieferverkehr wird übersichtlicher organisiert: Drei neue Ladebereiche bündeln künftig die Anlieferungen und entlasten gleichzeitig die umliegenden Straßen. Ergänzt wird dies durch 70 Kurzzeitparkplätze im angrenzenden Bereich südlich des Schulenburgrings, die kurze Erledigungen für Kundinnen und Kunden sowie Gewerbetreibende erleichtern. Rund 200 zusätzliche Fahrradständer bieten zudem mehr Optionen, das Rad sicher und gut erreichbar in unmittelbarer Nähe von Wohnhäusern und Geschäften zu parken. So wird das gesamte Umfeld spürbar geordnet, entlastet und zugleich besser erreichbar.

Die Umgestaltung wird gesamthaft von der Grün Berlin als Bauherrin zentral gesteuert und gemeinsam mit den Partnern Berliner Wasserbetriebe, Berliner Energie und Wärme sowie den Berliner Verkehrsbetrieben umgesetzt. Durch die von vier Landesunternehmen durchgeführte gemeinsame Ausschreibung können die notwendigen Maßnahmen vor Ort durch Synergieeffekte und reduzierte Schnittstellen nicht nur schneller, sondern auch kostengünstiger umgesetzt werden. So werden die Einschränkungen für Anwohnende, Gewerbetreibende und Anliegende so gering wie nötig gehalten.

Das Vorhaben „Platz der Luftbrücke - westliche Teilbereiche“ (Projektlaufzeit: 09/2024 bis 09/2027) wird im Berliner Programm für Nachhaltige Entwicklung 2 (BENE 2) aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung und des Landes Berlin (Förderkennzeichen 2349-B4-S) gefördert. Für den ersten Teilbereich belaufen sich die Gesamtkosten für die Maßnahmen der Grün Berlin auf rund 6,3 Millionen Euro, von denen etwa 5,0 Millionen Euro über das Programm BENE 2 gefördert werden.

Das Gesamtkonzept Platz der Luftbrücke beinhaltet derzeit die folgenden drei Teilbereiche:

  • Teilbereich 1: Piazza, Quartiersplatz und die Manfred-von-Richthofen-Straße und Kaiserkorso zählen zu den westlich des Tempelhofer Damms gelegenen Teilbereichen und werden zuerst umgesetzt.
  • Teilbereich 2: Das Gartendenkmal mit dem Luftbrückendenkmal und
  • Teilbereich 3: Ehrenhof des Flughafens Tempelhof werden zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt.

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  • Platz der Luftbrücke - Visualisierung
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  • Platz der Luftbrücke - Mehrwertegrafik
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  • Platz der Luftbrücke - Spatenstich mit Christoph Schmidt (Grün Berlin Stiftung), Ute Bonde (SenMVKU Sen), Andreas Kraus (StS SenMVKU), Dr. Saskia Ellenbeck (BStR)
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  • Platz der Luftbrücke - Umweltsenatorin Ute Bonde
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  • Platz der Luftbrücke - Bezirksstadträtin Dr. Saskia Ellenbeck
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  • Platz der Luftbrücke - Christoph Schmidt, Vorstandsvorsitzender Grün Berlin Stiftung
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