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Pressemitteilung

Berliner Mauerweg: Fertigstellung des Teilbereichs Ruppiner Chaussee

  • Berliner Mauerweg
  • Freitag, 5. Juni 2026
  • Sechstes Teilprojekt des Erinnerungswegs fertiggestellt
  • Nachhaltige Sicherung von Zeugnissen deutsch-deutscher Geschichte
  • Mehr Aufenthaltsqualität für Gäste

Berlin, 05. Juni 2026 – Der rund einen Kilometer lange Abschnitt des Berliner Mauerwegs an der Ruppiner Chaussee wurde grundlegend ertüchtigt und wieder für die öffentliche Nutzung freigegeben. Entlang des ehemaligen Grenzstreifens zwischen Reinickendorf und der brandenburgischen Stadt Hennigsdorf wurde der Weg erneuert und als Aufenthaltsort aufgewertet. Eine neue Informationsstele vermittelt mit historischem Bildmaterial und mehrsprachigen Texten die Geschichte der Berliner Mauer und stärkt das Bewusstsein für die deutsch-deutsche Vergangenheit. Mit ihrer Installation ist der Abschnitt nun vollständig fertiggestellt. Das Land Berlin setzt mit der Fertigstellung des sechsten Teilprojekts die qualifizierende Ertüchtigung des rund 160 Kilometer langen Erinnerungswegs fort. Die Umsetzung verantwortet das landeseigene Unternehmen Grün Berlin.

Der Mauerweg an der Ruppiner Chaussee folgt dem früheren Zollweg entlang der ehemaligen Grenze im damaligen West-Berlin. Der Abschnitt war durch schwierige Bodenverhältnisse und einen historisch bedingt schwachen Unterbau stark beschädigt. Um den Weg durchgängig gut begeh- und berollbar zu gestalten, erhielt er einen neuen, langlebigen und verkehrssicheren Belag. Der abgetragene Asphalt wurde recycelt und dort, wo die Tragschicht geeignet war, blieb sie erhalten. Das Gefälle des Weges wurde so angepasst, dass anfallendes Regenwasser künftig seitlich in den angrenzenden Wald abgeleitet wird und damit zur natürlichen Bewässerung beitragen kann. Zur Aufwertung des Aufenthaltsbereichs wurde eine Sitzbank aus der für den Mauerweg entwickelten Möbelfamilie installiert. Sie besteht aus unbehandelten Eichenholzbalken aus der Region und einer Sitzfläche aus verzinktem Stahl.

Sechs Teilstücke fertiggestellt, weitere folgen

Mit der Fertigstellung des Abschnitts an der Ruppiner Chaussee sind nun sechs Teilstücke des Berliner Mauerwegs grundlegend erneuert: Die größeren Strecken Lohmühlenbrücke bis Schlesischer Busch (2023), Jenbacher Weg (2023) und Grünzug am Buschgraben (2025) sowie die Schadstellenbeseitigung an kleineren Stellen entlang des gesamten Mauerwegs und eine Anbindung an den S-Bahnhof Lichtenrade (2023). In den letzten Fertigstellungsarbeiten befinden sich die Abschnitte in Teltow vom Japaneck bis Lichterfelder Allee sowie Hahneberg in Spandau. Weitere Teilprojekte sind in Planung.

Über das Gesamtprojekt Qualifizierung des Berliner Mauerwegs

Der Berliner Mauerweg ist ein Erinnerungsweg zur deutsch-deutschen Geschichte. Er führt entlang der ehemaligen Grenzanlagen rund um West-Berlin und erstreckt sich über 160 Kilometer auf Berliner und Brandenburger Gebiet. Ziel ist es, den ehemaligen Grenzraum mit seinen Relikten zu erhalten und dauerhaft für die öffentliche Nutzung zu sichern. Grundlage ist der Senatsbeschluss aus Januar 2019 „Gemeinsame Ertüchtigung des Berliner Mauerwegs“.

Für die Ertüchtigung stehen bis 2028 insgesamt 12,39 Millionen Euro zur Verfügung. Die Finanzierung erfolgt zu 90 Prozent durch die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW-Tourismus) und zu 10 Prozent durch die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt.

Presse-Downloads

  • Berliner Mauerweg - Fertigstellung Teilbereich Ruppiner Chaussee
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  • Berliner Mauerweg - Fertigstellung Teilbereich Ruppiner Chaussee
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