Eine Bank an einem Weg, im Vordergrund unscharf blaue Kornblumen
© Konstantin Börner
Pressemitteilung

Berliner Mauerweg: Teilbereich „Grünzug am Buschgraben“ wieder geöffnet

  • Berliner Mauerweg
  • Donnerstag, 10. Juli 2025

Geschichte erleben zwischen Stadt und Natur.


•    1,15 Kilometer als qualifiziertes Teilstück fertiggestellt
•    Verkehrssicherheit und Aufenthaltsqualität deutlich verbessert
•    Berliner Mauerweg wird als lebendiger Erinnerungsweg erhalten

Berlin, 10. Juli 2025 - Wer entlang des Berliner Mauerwegs unterwegs ist, kann nun den rund 1,2 Kilometer langen Abschnitt entlang des Grünzugs am Buschgraben wieder zu Fuß oder mit dem Rad erkunden. Die Strecke in Zehlendorf verbindet Natur, Bewegung und Erinnerung – und macht ein Stück deutsch-deutscher Geschichte mitten im Alltag erlebbar. Als drittes zusammenhängend fertiggestelltes Teilstück trägt der sanierte Abschnitt dazu bei, den Berliner Mauerweg für Berliner*innen und Besucher*innen der Stadt durchgängig erlebbar zu machen.

Neuer Belag für sicheres Gehen, Radeln und Rollen
Zwischen der Machnower Straße und dem Seniorenwohnheim Augustinum wurde der stark beschädigte Weg seit September 2024 vollständig erneuert. Der neue Weg aus nachhaltigem Recycling-Asphalt sorgt dafür, dass Fußgänger*innen und Radfahrende auf der Strecke wieder sicher unterwegs sind.

Mehr Raum für Pausen und Rücksicht auf die Natur
Sechs Sitzbereiche mit den für den Mauerweg typischen Bänken und Tischen aus regionaler Eiche und verzinktem Stahl laden zum Verweilen ein. Gleichzeitig wurde der Wegverlauf an sensiblen Stellen angepasst, um bestehende Bäume zu erhalten und Wurzeln zu schützen. Um die natürliche Wanderung der heimischen Amphibien weiterhin sicher zu gewährleisten, entstanden zudem zwei Krötentunnel unterhalb der Strecke.

Teil eines gesamtstädtischen Erinnerungsprojekts
Der Berliner Mauerweg erstreckt sich über rund 160 Kilometer entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Umgesetzt von Grün Berlin verfolgt das Land Berlin seit 2019 ein strukturiertes Programm zur Qualifizierung des Weges. Ziel ist es, den historischen Rundweg dauerhaft zu sichern, abschnittsweise verkehrssicher auszubauen und die Orientierung durch neue Beschilderung und einheitliche Gestaltung zu verbessern. 

Mit dem Teilbereich am Buschgraben sind drei von aktuell bis 2027 geplanten neun Teilbereichen qualifiziert. Bereits umgesetzt wurden ein gut ein Kilometer langes Teilstück im Schlesischen Busch in Treptow-Köpenick, knapp sechs Kilometer am Jenbacher Weg in Großbeeren sowie die Anbindung an den S-Bahnhof Lichtenrade. Entlang des gesamten 160 Kilometer langen Wegeverlaufs wurden darüber hinaus Schadstellen beseitigt. Der Berliner Mauerweg verfügt nun außerdem über ein verbessertes Wegeleitsystem mit neuen Erinnerungsstelen und optimierter Wegweisung.

Aktuell wird ein Mauerwegabschnitt am sogenannten Japaneck erneuert. Bis Ende des Jahres beginnen die Arbeiten am Hahneberg in Spandau und der Ruppiner Chaussee in Reinickendorf.

Für die Ertüchtigung des Berliner Mauerweges stehen bis Ende 2026 12,39 Millionen Euro zur Verfügung. Die Finanzierung des Projektes erfolgt zu 90 Prozent durch die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) und zu 10 Prozent durch die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt.

 

  • Eine Bank an einem Weg, im Vordergrund unscharf blaue Kornblumen
    Neue Sitzmöbel entlang des Mauerwegs
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  • Eine Frau mit weißem Helm und roter Jacke fährt einen Radweg entlang, an beiden Seiten Vegetation
    Mauerweg mit neuem Bodenbelag
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Karina Thinius
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