Berliner Ökokonto: Weiterentwicklung des Kienbergparks geht in die nächste Runde
• Umgestaltung des Kienbergparks schreitet planmäßig voran
• Neupflanzungen von rund 5.500 Gehölzen bis Ende des Jahres
• Bestehende Gehölze werden gesichert und langfristig weiterentwickelt
Berlin, 6. Oktober 2025 – Anfang Oktober sind in Marzahn-Hellersdorf die nächsten Maßnahmen zur klimaresilienten Umgestaltung des Kienbergparks im Rahmen des Berliner Ökokontos gestartet. Ziel ist es, die Parklandschaft durch Neupflanzungen nachhaltig weiterzuentwickeln und dadurch biologisch vielfältig und robuster auszustatten. Im bereits zweiten Maßnahmenabschnitt werden dafür auf einer Fläche von 9,1 Hektar gebietseigene Gehölzarten bewahrt und schrittweise ergänzt. In den kommenden Jahren entsteht so ein stabiler Laubmischwald mit vielfältigen Waldrändern und Offenlandflächen. Der Kienbergpark dient als ökologische Ausgleichsfläche im Leitprojekt Biotopverbund Wuhletal des Berliner Ökokontos. Die Maßnahmen mit insgesamt 13.000 Neupflanzungen werden in drei Bauabschnitten bis Ende 2029 umgesetzt.
Bevor im zweiten Teilbereich des Kienbergparks 5.500 neue Gehölze gepflanzt werden können, starten die nächsten vorbereitenden Maßnahmen. Seit Januar 2024 erfolgt dafür die gezielte Eindämmung invasiver Pflanzenarten wie dem Götterbaum, der die Biodiversität des Kienbergs gefährdet, da er sich über zahlreiche Wurzelausläufer stark ausbreitet und dabei andere Pflanzen verdrängt. Zum Einsatz kommt die naturschutzfachlich empfohlene Methode des „Ringelns“: Dabei wird ein mehrere Zentimeter breiter Streifen der Rinde am unteren Stamm entfernt. Diese Technik unterbricht die Versorgung des Gehölzes, stoppt das unkontrollierte Wachstum und verhindert die Bildung neuer Ausläufer. Die Neophyten werden nun entnommen oder auf geeignete Höhen eingekürzt und dienen verschiedenen Tierarten weiterhin als Lebensraum.
Nachhaltig und naturnah
Ab November ergänzen einheimische Gehölze den bestehenden Bestand im Kienbergpark. Stieleiche, Hainbuche und Hängebirke bilden künftig das Gerüst eines stabilen Laubmischwaldes. Blühsträucher wie Hartriegel, Hundsrose und Schneeball bereichern die Waldränder und bieten Nahrung und Schutz für zahlreiche Tierarten. Alle Pflanzen stammen aus zertifizierter gebietsheimischer Herkunft, was ihre Fähigkeit erhöht, die Artenvielfalt zu fördern und den Wald gegenüber den Folgen des Klimawandels zu stärken.
Der Park bleibt während der Maßnahmen weiterhin geöffnet und nutzbar. In den kommenden Wochen kann es tageweise zu vorübergehenden Sperrungen einzelner Wegabschnitte kommen. Die Hauptwege bleiben durchgehend zugänglich. Umleitungen werden vor Ort entsprechend gekennzeichnet und rechtzeitig kommuniziert.
Den Maßnahmen zum sukzessiven Waldumbau liegt einem mit den Behörden und Naturschutzverbänden abgestimmtes naturschutzfachliches Konzept zu Grunde. Im Verlauf des Projekts werden im Kienbergpark über 13.000 neue Gehölze gepflanzt, wobei ausschließlich standortangepasste Pflanzenarten zum Einsatz kommen.
Der Kienbergpark ist ein Teilraum des Leitprojekts Biotopverbund Wuhletal des Berliner Ökokontos der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt (SenMVKU) und sichert nachhaltig die Landschafts- und Stadtentwicklung für künftige Generationen.
Werden beim Bau von gesamtstädtisch bedeutsamen Stadtquartieren Natur und Landschaft beeinträchtigt, hält das Land Berlin Flächen bereit, um diese Eingriffe klimaangepasst und biologisch vielfältig auszugleichen. Das Berliner Ökokonto ermöglicht diesen Ausgleich vorausschauend und effizient: Ein grünes Guthaben für Berlin.
Die Kosten belaufen sich auf rund 4,7 Mio. Euro und werden aus dem Sondervermögen Infrastruktur der Wachsenden Stadt (SIWA) vorfinanziert. Für das Land Berlin, vertreten durch die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, übernimmt Grün Berlin die Bauherrenfunktion und ist verantwortlich für die Steuerung des Teilprojekts im Kienbergpark.
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