Am Platz des 4. Juli in Berlin wurde aus einer Asphaltfläche eine begrünte Wildblumenwiese mit roten Mohnblumen.
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Pressemitteilung

Platz des 4. Juli: Mehr Grün im Quartier

  • Platz des 4. Juli
  • Dienstag, 2. Juni 2026
  • Öffnung des Platzes
  • Mehr Grün und Klimaanpassung

Berlin, 2. Juni 2026 – Der Platz des 4. Juli ist wieder für alle Anrainer*innen geöffnet. Nach Abschluss der Bauarbeiten und einer anschließenden Entwicklungsphase für die neuen Grünflächen wurde der schützende Zaun am gestrigen Dienstag, 2. Juni 2026, zurückgebaut. Damit steht der Nachbarschaft ein neuer Erholungsraum zur Verfügung, der die Aufenthaltsqualität im Ortsteil Lichterfelde erhöht und zugleich hilft, die Stadt besser an extreme Wetterbedingungen wie Hitze und Starkregen anzupassen. Die Maßnahme kompensiert Eingriffe in den Naturhaushalt, die im Zusammenhang mit dem Ausbau der Fernbahngleise der Dresdner Bahn südlich des Bahnhofs Südkreuz erforderlich waren.

Das neue Grün auf rund 12.000 Quadratmetern ist auf langfristige Stabilität und geringe Pflegeanforderungen ausgelegt. Basis dafür bildet eine regionale Wildwiesenmischung, die optimal an das lokale Klima angepasst ist und eine dauerhafte, robuste Vegetationsstruktur schafft. Ergänzt wird sie durch 39 neue Bäume – überwiegend heimische, klimarobuste Arten wie Feld-Ahorn, Weißdorn und Wildapfel – sowie zwei zusätzliche Blühwiesenbereiche. Diese Kombination reduziert den Bewässerungs- und Pflegeaufwand erheblich, fördert die Biodiversität und verbessert das städtische Mikroklima nachhaltig. Mit der großflächigen Entsiegelung entfällt die Notwendigkeit einzelner Straßenentwässerungsschächte, die im Rahmen der neunmonatigen Bauarbeiten entlang der Platzfläche zurückgebaut wurden. Regenwasser kann künftig direkt auf der Fläche versickern und entlastet somit die Berliner Kanalisation. Neben den Flächen auf dem Platz des 4. Juli wurden auch Wegeflächen entlang des Parkfriedhofs Lichterfelde entsiegelt und durch einen wasserdurchlässigen Weg ersetzt sowie entlang des gegenüberliegenden Wohnquartiers begrünt.
Damit sich die frisch eingesäten Wiesenflächen nach Abschluss der Bauarbeiten stabil entwickeln konnten, blieb der Schutzzaun um das Areal zunächst nach Abschluss der Bauarbeiten im Dezember bestehen. So wurde verhindert, dass die Ansaat beschädigt wird, und sich die ökologische Qualität der Flächen entwickeln und langfristig erhalten kann.

Die Umgestaltung des Platzes des 4. Juli erfolgte in Verbindung mit der Entwicklung von Teilabschnitten des Mauergrünzugs entlang des ehemaligen Grenzstreifens zwischen Pankow, Mitte und Reinickendorf. Beide Vorhaben sind trassenferne Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für den Wiederaufbau der Dresdner Bahn. Damit südlich des Bahnhofs Südkreuz neue Fernbahngleise östlich der bestehenden S-Bahn-Trasse entstehen konnten, müssen Eingriffe in den Naturhaushalt ausgeglichen werden. Dies geschieht durch Projekte wie die Entsiegelung des Platzes des 4. Juli, die einen ökologischen Ausgleich schaffen. Die Planung und Umsetzung hat Grün Berlin GmbH für die DB InfraGO AG und in enger Abstimmung mit dem Bezirk Steglitz-Zehlendorf übernommen. Die Baukosten betrugen rund 1,17 Millionen Euro und wurden gemeinsam von der Deutschen Bahn und dem Land Berlin finanziert.

Der Bezirksstadtrat für Ordnung, Umwelt- und Naturschutz, Straßen und Grünflächen des Bezirks Steglitz-Zehlendorf von Berlin, Urban Aykal, lädt am 4. Juli 2026 ab 15 Uhr alle Anwohnenden und Interessierten herzlich zur offiziellen Wiedereröffnung des Platzes des 4. Juli nach umfassender Umgestaltung ein. Eine separate Pressemitteilung des Bezirksamtes Steglitz-Zehlendorf mit weiteren Informationen und Details zur Veranstaltung folgt zeitnah.

Presse-Downloads

  • Am Platz des 4. Juli in Berlin wurde aus einer Asphaltfläche eine begrünte Wildblumenwiese mit roten Mohnblumen.
    Platz des 4. Juli - Wildwiese
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  • Schotterwege führen durch eine Wildblumenwiese mit roten Mohnblumen.
    Platz des 4. Juli - Wildwiese mit Wegen
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Karina Thinius
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