Spreepark: Sanierung des Riesenrads in vollem Gange
- Bauliche Vorbereitungen für die Wiederaufstellung des Riesenrades im Spreepark haben begonnen
- Mikropfähle als Teil des Fundaments versenkt
- Bereits mehr als ein Drittel der alten Riesenrad-Konstruktion zur Wiederverwendung aufgearbeitet
Berlin, 22. April 2025 - Im Spreepark laufen aktuell die vorbereitenden Arbeiten für die Wiederaufstellung des Riesenrades. Für das Fundament, auf dem das neu gestaltete Wahrzeichen künftig stehen wird, werden derzeit 28 Mikropfähle mit einem Durchmesser von 19 Zentimetern bis zu 18 Meter tief in den Baugrund eingebracht. Sie nehmen die enormen Kräfte auf, die beim Betrieb des Riesenrades entstehen - ein statisch notwendiger Schritt, um die Tragfähigkeit langfristig zu sichern.
Parallel dazu werden die historischen Bauteile des alten Riesenrades in einer Spezialwerkstatt bei Krakau Stück für Stück aufgearbeitet, um sie langfristig weiter zu nutzen. Mehr als ein Drittel der rund 300 originalen Stahlteile wurde bereits sandgestrahlt, geprüft, repariert und neu beschichtet. Insgesamt kommen rund 90 Tonnen Stahl wieder zum Einsatz - das spart im Vergleich zu einem Neubau knapp 780 Tonnen CO₂ und schont auch wirtschaftliche Ressourcen. Gestalterisch bleibt das Alte auch in der Umgebung spürbar: Ein Teil des ehemaligen Wasserbeckens wird bewusst erhalten. Um das Becken herum entstehen naturnahe, mit Sträuchern bepflanzte Randbereiche, die neue Lebensräume für Tiere bieten. Die Kombination aus Schatten, Verdunstung und durchlässigem Boden trägt darüber hinaus dazu bei, die Umgebung kontinuierlich zu kühlen - besonders wichtig an heißen Tagen.
Gleichzeitig übernimmt das Becken künftig eine wesentliche Funktion im Regenwassermanagement. Es speichert Niederschläge, die dann zur Bewässerung der umliegenden Vegetation genutzt werden. Das reduziert nicht nur den Wasserverbrauch, sondern auch langfristig den Pflegeaufwand für die Grünflächen des Parks.
Nächste Schritte zum Riesenrad-Vergnügen
Ab dem dritten Quartal 2025 beginnt die Montage der vier Riesenradstützen sowie des Radkranzes mit den sanierten Speichen. Parallel dazu fertigt die Fachfirma Dutch Wheels auf Basis der Planungen von realities:united und dem Ingenieurbüro schlaich bergermann partner die neuen Komponenten wie Antrieb, Steuerung und Gondeln. Eine erste Mustergondel wird bereits im Juli im Park erwartet. Rechtzeitig zur Eröffnung des Parks im Frühjahr 2027 dreht das Riesenrad dann wieder seine Runden mit den Spreepark-Besucherinnen und Besuchern.
Die Transformation des historischen Fahrgeschäftes war zentraler Bestandteil der gemeinsam mit den Bürger*innen entwickelten Planung für den Spreepark der Zukunft. Das Riesenrad als zukünftiges Highlight ist Anziehungspunkt und somit auch Rückgrat für einen nachhaltigen wirtschaftlichen Betrieb.
Nachhaltigkeit spielt bei Planung, Bau und Betrieb des Spreeparks eine wesentliche Rolle. Dank eines umfassenden Nachhaltigkeitskonzepts wird der Spreepark effizient und ressourcenschonend umgestaltet. Als erster öffentlicher Park in Deutschland ist die Entwicklung des Spreeparks von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V. (DGNB) platin-zertifiziert. Damit attestiert die DGNB dem Spreepark eine Vorbildrolle in puncto Nachhaltigkeit – von der Entwicklung und Planung über den Bau bis hin zum späteren Betrieb.
Die Finanzierung des Riesenrades erfolgt über das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ sowie aus Landesmitteln.
Downloads
-
Spreepark-Riesenrad Gesamtansicht© realities:united & sbp schlaich bergermann partner 608,95 KB jpgHerunterladen -
Spreepark-Riesenrad Wasserbecken© realities:united & sbp schlaich bergermann partner 592,94 KB jpgHerunterladen -
Spreepark-Riesenrad Grünfläche© realities:united & sbp schlaich bergermann partner 759,84 KB jpgHerunterladen
Kontakt Pressestelle
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit