Das Bild zeigt den fertig gestalteten Platz am Kulturforum aus der Vogelperspektive.
© Lichtschwärmer
Freiraum Kulturforum

Konzept & Zielsetzung

Das Kulturforum steht vor einer grundlegenden Weiterentwicklung. Der Masterplan von 2005/2006 bildete lange Zeit den zentralen Orientierungsrahmen für das Areal. Angesichts veränderter städtebaulicher, klimatischer, kultureller und verkehrlicher Anforderungen wurde seine Zielsetzung jedoch weiterentwickelt und neu ausgerichtet. In einem vom Land Berlin initiierten Prozess hat Grün Berlin 2025 einen neuen Masterplan für die (frei-)räumliche, funktionale, verkehrliche und klimatische Weiterentwicklung des Kulturforums erarbeitet – in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Senatsverwaltungen, den beteiligten Bundesinstitutionen, dem Bezirksamt Mitte, dem Landesdenkmalamt sowie den vor Ort ansässigen Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen.

Als Plangrundlage bündelt der Masterplan Kulturforum die Interessen und Impulse dieser vielfältigen Akteurslandschaft und formuliert eine übergreifende Entwicklungsstrategie für das Areal. Zusammen mit ergänzenden Konzepten – darunter Quartierskonzepte, ein Gestaltungshandbuch Freiraum, Fachgutachten zur Regenwasserbewirtschaftung, ein Informations- und Leitsystem sowie ein Veranstaltungsflächenkonzept  – bildet er die Basis für die weiteren Planungsschritte.

Zentraler Ausgangspunkt der Neuausrichtung ist die „Herzkammer“ des Kulturforums: der Scharounplatz, der Johanna‑ und Eduard‑Arnhold‑Platz sowie der Matthäikirchplatz. Diese drei Plätze sollen zu einer zusammenhängenden, einladenden Mitte werden – einem klimaresilienten Ort mit mehr Schatten, Grün und gut nutzbaren offenen Räumen, an dem Menschen gerne verweilen.

Rund um diese neue Mitte greift ein klares räumliches Konzept:

  • Bessere Verbindungen schaffen

Die Sigismundstraße und die Potsdamer Straße werden zu angenehmen, sicheren und gut begehbaren Wegen weiterentwickelt. Gleichzeitig werden sie verkehrlich neu geordnet: mit weniger Durchgangsverkehr, besseren Querungsmöglichkeiten, mehr Platz für den Fuß‑ und Radverkehr sowie zusätzlichen Begrünungs- und Aufenthaltsbereichen. Menschen erreichen das Kulturforum und die einzelnen Kulturinstitutionen dadurch leichter – zu Fuß, mit dem Rad und insgesamt sicherer und komfortabler.

  • Freiräume verknüpfen

Die Flächen rund um berlin modern wachsen zu einem zusammenhängenden Stadtraum, in dem Wege klarer erkennbar sind und Aufenthaltsorte ineinander übergehen. Dadurch wird das Kulturforum insgesamt klarer als zusammenhängender Stadtraum erfahrbar und gleichzeitig die Aufenthaltsqualität deutlich erhöht.

  • Zugänge ins Grüne öffnen

Neue Übergänge zum Tiergarten und zum Landwehrkanal schaffen kurze, direkte Wege in die angrenzenden Grünräume. So wird es einfacher, Kultur und Natur miteinander zu verbinden – und die bessere Durchlüftung sorgt dafür, dass sich das Areal im Sommer weniger aufheizt.

Die zwölf Schwerpunkt-Maßnahmen bilden das gemeinsame Zielbild für die Zukunft des Kulturforums. Sie beschreiben, wie sich das Areal in den kommenden Jahren verändern soll: durch neue Wege und Verbindungen, gut platzierte Nutzungen, klimaresiliente Freiräume sowie Grün‑ und Wasserelemente, die ein angenehmes Mikroklima schaffen und den Stadtraum dauerhaft abkühlen.

Gemeinsam formulieren sie die Vision eines Ortes, der offen, robust und zukunftsfähig ist – und der Menschen aus Berlin und aus aller Welt willkommen heißt.

Den ersten Baustein zur Umsetzung bildet der Matthäikirchplatz: Neue Bäume, mehr Grün und eine integrierte Regenwasserlösung mindern Hitze, verbessern das Mikroklima und beleben den Platz spürbar.

Ziel ist ein Kulturforum, das als städtischer Schwerpunkt zuverlässig funktioniert, Menschen zusammenführt, das Zusammenspiel der kulturellen Einrichtungen stärkt und eine dauerhaft hohe Aufenthaltsqualität bietet. Der neue Masterplan und das neue Kulturforum leisten so einen Beitrag dazu, Berlin ökologisch, sozial und wirtschaftlich weiterzuentwickeln.