Die Plangrafik zeigt eine Berlin-Karte mit dem Verlauf der Berliner Mauer und einzelnen Teilflächen auf diesem.
Urbane Freiräume

Entwicklung Teilabschnitte "Mauergrünzug"

Mauergrünzug – Neue Lebensqualität entlang der ehemaligen Grenze

Die Entwicklung des Mauergrünzugs entlang des historischen Grenzstreifens zwischen Pankow, Mitte und Reinickendorf steht für eine integrierte Stadtentwicklung. Dabei wird Geschichte bewahrt und gleichzeitig neue Perspektiven für Natur, Erholung und Teilhabe geschaffen. Seit 2018 ist Grün Berlin für die Ertüchtigung des Mauerwegs verantwortlich und ergänzt die begonnene Arbeit nun im Rahmen eines großflächigen Freiraumprojekts. Ziel ist es, die historisch geprägten Flächen entlang des ehemaligen Grenzstreifens in einen durchgängigen, klimaresilienten Grünzug zu verwandeln – als Beitrag für mehr Lebensqualität, Umweltgerechtigkeit mit gemeinschaftlich nutzbaren Freiräumen in der wachsenden Stadt.

Grünräume für Alltag, Erinnerung und Teilhabe

Die geplanten Maßnahmen schaffen frei zugängliche, naturnah gestaltete Räume, in denen sich Menschen bewegen, entspannen und die Natur erleben können. Besonders Familien, Kinder und ältere Menschen profitieren davon. Gleichzeitig verbindet der entstehende Ort die Quartiere und prägt den städtischen Alltag.

Nachhaltig geplant – wirtschaftlich wirksam

Durch die Umwandlung bislang versiegelter oder wenig nutzbarer Flächen entstehen robuste Freiräume mit langfristiger Funktionalität. Durch den Rückbau technischer Infrastrukturen und die Entsiegelung von Asphaltflächen, reduziert sich der Pflegeaufwand und die Entwässerungssysteme werden entlastet.,

Mehr Natur in der Stadt – Flächen verbinden, Lebensräume schaffen

Der rund 85.000 Quadratmeter große Mauergrünzug verbindet unterschiedlich geprägte Räume zu einem zusammenhängenden Landschaftsband. In elf Teilbereichen werden Flächen entsiegelt, invasive Arten entfernt und durch heimische Gehölze ersetzt. Neue Wege, Wiesen und Gehölzstrukturen stärken die biologische Vielfalt. Auch Ersatzlebensräume – etwa für die geschützte Zauneidechse – entstehen. In bisher landwirtschaftlich genutzten Randbereichen bilden sich naturnahe Grünflächen von hohem ökologischem Wert heraus.

Anpassung an den Klimawandel mit langfristiger Wirkung

Durchlässige Böden, wasserspeichernde Schichten und klimaangepasste Baumarten verbessern das Mikroklima. Neupflanzungen reduzieren Hitzebelastung, spenden Schatten und fördern die Versickerung von Regenwasser. So entsteht eine widerstandsfähige grüne Infrastruktur, die auch unter veränderten klimatischen Bedingungen langfristig nutzbar bleibt – ein wesentlicher Beitrag zur urbanen Klimaanpassung.

Der Mauergrünzug ist – gemeinsam mit der Maßnahme zur Teilentsiegelung des Platzes des 4. Juli in Steglitz-Zehlendorf – Teil der „Trassenfernen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen“ im Zusammenhang mit dem Wiederaufbau der Dresdner Bahn. Beide Projekte kompensieren Eingriffe in den Naturhaushalt durch den Neubau der Fernbahngleise südlich des Bahnhofs Südkreuz. Für die DB InfraGO AG übernimmt die Grün Berlin GmbH die Projektsteuerung.

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Weitere Urbane Freiräume

Visualisierung der Pläne für das Spreeufer am Rathaus- und Marx-Engels-Forum mit einem Wasserspiel im Vordergrund und dem Stadtschloss sowie dem Berliner Dom im Hintergrund.
© RMP Stephan Lenzen
Rathaus- und Marx-Engels-Forum
Das Bild zeigt eine Perspektive der Planungen des Döberitzer Grünzugs.
© Atelier Loidl
Döberitzer Grünzug
Luftbild des Platzes der Luftbrücke
© Thomas Rosenthal
Platz der Luftbrücke