Das Monument des Sowjetischen Ehrenmals in Schönholz
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Öffentliche Bauten

Sowjetisches Ehrenmal in Schönholz

In Berlin finden sich drei große sowjetische Ehrenmale: im Tiergarten, im Treptower Park und im Volkspark Schönholzer Heide. Sie wurden kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges zum Gedenken die gefallenen Soldat*innen der Roten Armee errichtet. Die Anlagen sind –  nicht zuletzt wegen ihrer monumentalen Formensprache – bedeutende historische Stätten und Gedenkorte.

Die drei großen Sowjetischen Ehrenmale stellen eine besondere Verantwortung für Berlin dar. Aufgabe der Grün Berlin GmbH ist es, die Ensembles aus Hochbauten und Grünflächen mit der gebotenen Sorgfalt zu pflegen und qualitätsvoll zu entwickeln. Dazu gehört auch, die Freianlagen würdevoll zu unterhalten und Sanierungsmaßnahmen an den Bauwerken zu koordinieren und zu begleiten.

Für das Sowjetische Ehrenmal in der Schönholzer Heide übernimmt die Grün Berlin GmbH diese Aufgaben für die Berliner Senatsverwaltung seit 2008. Entstanden ist das jüngste Sowjetische Ehrenmal Berlins von 1947 bis 1949. Es wurde nach Entwürfen der sowjetischen Architekt*innengruppe Konstantin A. Solowjew, M. Belarnzew und W.D. Koroljew und des Bildhauers Iwan G. Perschudtschew errichtet. Das Gedenken an die Gefallenen steht im Vordergrund dieses Sowjetischen Ehrenmals. Auf dem Soldat*innenfriedhof sind mehr als 13.000 der etwa 80.000 beim Kampf um Berlin im März und April 1945 gefallenen Offiziere und Soldat*innen der Roten Armee beigesetzt worden.

Das Zentrum der insgesamt etwa 30.000 Quadratmeter großen Anlage bildet ein 33,5 Meter hoher Obelisk aus hellgrauem Syenit. Vor dem Obelisken befindet sich als Hauptdenkmal eine Statue der russischen „Mutter Heimat“, die um ihren gefallenen Sohn trauert. Ein Gedenkstein hinter dem Obelisken erinnert an sowjetische KZ-Opfer. Der Ehrenhain ist von einer rund 560 Meter langen Mauer umgrenzt, welche 100 Bronzetafeln mit den Namen, Dienstgraden und Geburtsjahren von 2.647 gefallenen Sowjetsoldat*innen trägt – knapp ein Fünftel der Bestatteten, die Übrigen bleiben ungenannt.

Sämtliche Baulichkeiten und die gärtnerischen Anlagen wurden von 2010-13 umfangreich saniert. Seither präsentiert sich das Sowjetische Ehrenmal Schönholz wieder als würdevolle Kriegsgräber- und Gedenkstätte.

Impressionen

Weitere öffentliche Bauten

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