Auf dem Foto ist das große Monument des Sowjetischen Ehrenmals Treptow von weitem zu sehen
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Öffentliche Bauten

Sowjetisches Ehrenmal in Treptow

Hinweis: Im rechten, hinteren Teil des Sowjetischen Ehrenmals im Treptower Park finden noch bis voraussichtlich Herbst 2021 Bauarbeiten statt. Der Bereich ist daher umzäunt und nicht zugänglich.

In Berlin finden sich drei große sowjetische Ehrenmale: im Tiergarten, im Treptower Park und im Volkspark Schönholzer Heide. Sie wurden kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges zum Gedenken an die gefallenen Soldat*innen der Roten Armee errichtet. Die Anlagen sind –  nicht zuletzt wegen ihrer monumentalen Formensprache – bedeutende historische Stätten und Gedenkorte.

Die drei großen Sowjetischen Ehrenmale stellen eine besondere Verantwortung für Berlin dar. Aufgabe für Grün Berlin ist es, die Ensembles aus Hochbauten und Grünflächen mit der gebotenen Sorgfalt zu pflegen und qualitätsvoll zu entwickeln. Dazu gehört auch, die Freianlagen würdevoll zu unterhalten und Sanierungsmaßnahmen an den Bauwerken zu koordinieren und zu begleiten.

Für das Sowjetische Ehrenmal im Treptower Park übernimmt die Grün Berlin GmbH diese Aufgaben für die Berliner Senatsverwaltung bereits seit 1995. Entstanden ist das größte Sowjetische Ehrenmal Berlins von 1946 bis 1949. Die rund 10 Hektar große Anlage wurde nach den Entwürfen eines sowjetischen Gestaltungskollektivs unter der Leitung des Architekten Jakow S. Belopolski, des Bildhauers Jewgeni W. Wutschetitsch, des Malers Alexander A. Gorpenko und der Ingenieurin Sarra S. Walerius gebaut. Bei der künstlerischen Gestaltung des Ehrenmals sollte ausdrücklich die Befreiung vom Nationalsozialismus im Vordergrund stehen.

Hauptelement des Ehrenmals ist das Mausoleum mit einem 70 Tonnen schweren und 11,6 Meter hohen Bronzestandbild eines Sowjetsoldaten. Auf seinem Arm trägt der Soldat ein gerettetes deutsches Kind. Zu seinen Füßen liegt ein zerschmettertes Hakenkreuz. Sein Blick fällt auf das andere Ende der Anlage: Hier steht die Skulptur der "Mutter Heimat". Von dort führt eine von Trauerbirken flankierte Promenade durch zwei riesige stilisierte Fahnen aus rotem Granit zum eigentlichen Ehrenhain. Insgesamt wurden mehr als 7.000 gefallene Sowjetsoldat*innen in der Anlage beigesetzt.

Impressionen

Weitere öffentliche Bauten

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