© RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten

Rathaus- und Marx-Engels-Forum

Konzept & Zielsetzung

Der Siegerentwurf von RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten verbindet die denkmalgeschützten Bereiche des Rathausforums und das Marx-Engels-Forum zu einem durchgehenden neuen Freiraumband, das vom Alexanderplatz bis zur Spree führt – mit Blick auf das gegenüberliegende Humboldt Forum und den Berliner Dom. Der Bereich vor dem Roten Rathaus bietet auch künftig mit einem „Forum für Demokratie“ Raum für das Engagement der Bürger*innen. Freizeit-, Sport- und Spielplätze für alle Altersgruppen sind in den seitlichen Baumhainen des Entwicklungsgebietes vorgesehen. Das Konzept setzt auf Entsiegelung von urbanem Freiraum und Schaffung von vielfältig nutzbaren und grünen Flächen, die gleichzeitig attraktiver Aufenthaltsort sind und das Mikroklima verbessern.

Ziele und Aufgabenstellung freiraumplanerischer Ideen- und Realisierungswettbewerb

Aufgabe des von den damaligen Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung und Wohnen (SenSW) sowie für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (SenUVK) ausgelobten Wettbewerbes war es, einen Freiraum zu entwerfen, der den Dimensionen und der Bedeutung des Standortes entspricht, die Identität des Ortes in der Berliner Mitte wieder stärkt und die bewegte Geschichte erlebbar macht. Gleichzeitig sollten vielfältige Nutzungen ermöglicht werden, sowohl als Ort der Versammlung und des politischen Engagements als auch als nachhaltiger Erholungsort mit hoher Aufenthaltsqualität für Bürger*innen und Gäste der Stadt. Dabei galt es sowohl die vielfältigen Identitäten und Nutzungen im Bestand als auch die zu erwartenden zukünftigen Veränderungen zu integrieren. Es sollte ein grüngeprägter resilienter Stadtraum entwickelt und seine Potenziale für zukunftsfähige Mobilitätskonzepte aufgezeigt werden. Ziel ist ein lebendiger Ort, der die unterschiedlichen Anforderungen, Nutzungen und Funktionen miteinander vereint.

Der Wettbewerb wurde in zwei Phasen ausgeschrieben. In der ersten Phase wurden 53 Arbeiten mit einer Vision für das Jahr 2040 eingereicht, von denen 21 Büros in der zweiten Phase dann die Umsetzung der eingereichten Ideen aufzeigten. Dafür sollte neben der konkretisierten Gestaltung für den Gesamtraum ein Zwischenzustand im Jahr 2030 dargestellt werden. Die zentralen Bereiche des Rathausforums und das Marx-Engels-Forum waren in ihrer Umsetzung ab 2024 zu konkretisieren. Außerdem sollten das Fernsehturmumfeld und der Bereich um die Marienkirche bestandsorientiert angepasst bzw. modernisiert werden.

Informationen zum Internationalen freiraumplanerischen Wettbewerb: https://rathausforum.berlin.de/