Invalidenpark

 
Park

An der Invalidenstraße zwischen Scharnhorststraße und Schwarzem Weg wurde zwischen 1992 und 1998 der Invalidenpark als repräsentativer Stadtplatz errichtet.

Im Bezirk Mitte, an der Invalidenstraße zwischen Scharnhorststraße und Schwarzem Weg, liegt der 2,5 Hektar große Invalidenpark. Er ist zwischen 1992 und 1998 vollkommen neu als repräsentativer Stadtplatz errichtet worden – im direkten Umfeld zweier Bundesministerien, der Universitätskliniken und des Naturkundemuseums.

Der ursprüngliche Invalidenpark entstand 1843. Geprägt war die Anlage damals von der Invalidensäule, die zum Gedenken an gefallene SoldatInnen in Kriegen des 19. Jahrhunderts errichtet wurde. 1895 kam die Gnadenkirche als weitere Bebauung hinzu. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Park verwüstet und die Gnadenkirche stark beschädigt. 1948 erfolgte der Abriss der Invalidensäule. Bis zur Neugestaltung in den Neunzigerjahren verkümmerte die Anlage als ungenutzte Grünfläche im Schatten der Mauer.

Der französische Landschaftsarchitekt Christophe Girot, der für das Areal eine Neugestaltung entwickelte, bezieht sich in seinem Entwurf auf die Geschichte des Invalidenparks. Markantes Bauwerk ist die in einem Wasserbecken stehende, begehbare Skulptur. Sie erinnert sowohl an die zerstörte Gnadenkirche, als auch an die Berliner Mauer. Der Baumbestand an der Nordseite des Parks wurde erhalten. Rasenflächen schließen sich an, die auf der Südseite in eine Granitpflasterung übergehen.

Projektdaten

Zuständigkeit Grün Berlin:
Projektentwicklung Grün Berlin GmbH
Projekt- und Baumanagement Grün Berlin GmbH
Bauherr: Grün Berlin GmbH für das Land Berlin
Entwurf/Planung: Christophe Girot, Landschaftsarchitekt, Paris
Lage: Berlin Mitte, an der Invalidenstraße zwischen Scharnhorststraße und Schwarzem Weg
Größe: 2,5 Hektar
Finanzierung: Land Berlin
Bauzeiten: 1992-1998
Neugestaltung mit Bezug auf die Geschichte des Invalidenparks