Außenansicht des Umweltbildungszentrums im Britzer Garten mit seinen quer verstellten Holzstreben als Umschalung
© Dominik Butzmann

Umweltbildungszentrum Britzer Garten

Auf dem Gelände des Freilandlabors Britz ist ab 2016 ein neues, 300 Quadratmeter großes Umweltbildungszentrum entstanden. Es wurde im Oktober 2017 fertiggestellt und bietet kleinen und großen Besucher*innen Aktionsmöglichkeiten, Bildungsprogramme und Ausstellungen zu Umwelt- und Natur-Themen und ist insbesondere für Kitagruppen und Schulklassen ein wichtiger Lern- und Erfahrungsort.

Ein Ideenwettbewerb lieferte im Jahr 2013 die Entwürfe für den Neubau. Architekt des umgesetzten Gebäudes ist die Hermann Kaufmann ZT GmbH aus Österreich. Der in einer ambitionierten, zeitgenössischen Architektur und aus größtenteils nachwachsenden Rohstoffen (z. B. Weißtannenstäbe für die Fassade oder Thermokiefer für die Fußböden) erstellte Bau zeigt sich als schwebender Pavillon zwischen dem alten Baumbestand. Die vogelnestartige Struktur aus schräg angeordneten Holzstäben zieht sich wie ein Band um das Gebäude und lässt die innenliegenden Räume des Umweltbildungszentrums erahnen. Dieses Wechselspiel zwischen Fassade, Umgebung, Außen- und Innenraum macht neugierig und lockt die Besucher*innen des Britzer Gartens in das Gebäude.

Eine überdachte, mit mobilen Ausstellungswänden ausgestattete Ausstellungsfläche informiert Interessierte mit wechselnden Exponaten zu Themen der Stadtnatur und ihrer Phänomene, kann aber auch als überdachter Lernort im Freien genutzt werden.

Das neue Umweltbildungszentrum bildet den Ausgangspunkt für die „Naturstreifzüge“ des Freilandlabor Britz ins angrenzende Wäldchen, zum Kopfweidenpfuhl, zum Bachlauf oder in das Feuchtbiotop des Britzer Gartens.

Der lichtdurchflutete Innenraum des Umweltbildungszentrums im Britzer Garten
© Dominik Butzmann

Daten & Fakten

Zuständigkeit Grün Berlin:

Projektentwicklung: Grün Berlin GmbH

Projekt- und Baumanagement: Grün Berlin GmbH

Bauherr:

Grün Berlin GmbH für das Land Berlin

Entwurf/Planung:

Hermann Kaufmann ZT GmbH, Schwarzach, Österreich

Finanzierung:

Mittel des Förderprogramms des Landes Berlin "Sondervermögen der wachsenden Stadt – SIWA“

Bauzeiten:

2016 – 2017

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