Monbijoupark

 
Park

Direkt an der Spree und gegenüber der Museumsinsel liegt der Monbijou-Park. Gemeinsam mit dem Lustgarten gehört er zum grünen Umfeld des Museumskomplexes in Berlins historischer Mitte.

Direkt an der Spree und gegenüber der Museumsinsel liegt der circa 4 Hektar große Monbijou-Park. Gemeinsam mit dem Lustgarten gehört er zum grünen Umfeld des Museumskomplexes in Berlins historischer Mitte, der 1999 zum UNESCO–Welterbe ernannt wurde. Von 2006 bis 2008 wurde der Monbijoupark nach Plänen des Büros Lützow 7 neu gestaltet.

Die zentrale Parkfläche erstreckt sich zwischen Oranienburger Straße und Spree-Uferpromenade sowie zwischen Monbijoustraße und Monbijouplatz. An dieser Stelle hatte 1706 Graf Wartenberg ein ehemaliges Mustergut mit Land- und Milchwirtschaft zum Schloss Monbijou ausbauen lassen – inklusive einer von Eosander von Göthe angelegten Gartenanlage. Mit „mein Schmuckstück“ lässt sich der Name Monbijou aus dem Französischen übersetzen und als solches wurde es in den Folgejahren gepflegt und mehrfach umgestaltet sowie erweitert. Seit 1882 durchquert  das Stadtbahn-Viadukt den Monbijoupark. Das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Schloss wurde bis 1960 sukzessive abgerissen. Im ehemaligen Schlossgarten entstand mit Hilfe der AnwohnerInnen ein Freizeit- und Erholungspark mit Liegeflächen, Spielplätzen, Gastronomie und Kinderfreibad.

Ziel des Entwurfs der Landschaftsarchitekten von Lützow 7 war es, die vorhandenen Potentiale des Parks herauszuarbeiten, dabei Klarheit, Großzügigkeit und Übersichtlichkeit zu schaffen und die Beziehungen zum umgebenden Stadtraum wiederherzustellen. Als grüne Verbindung von der Museumsinsel über die Monbijoubrücke entlang der Spreepromenade zum Hackeschen Markt wurde der Monbijoupark so neu definiert – als eine urbane Grünoase und Freizeitort inmitten der historisch bedeutsamen Umgebung.

Die Hochtrasse der S-Bahn teilt den Park in zwei Bereiche, die von der bis zu 9 Meter breiten Spreeuferpromenade verbunden werden. Die vordere, südöstliche Parkhälfte besteht aus einer Grünfläche mit zahlreichen Bäumen wie Kastanien, Eichen oder Eiben, die schattige Ruheplätze schaffen. Das hintere, nordwestlich gelegene Parkstück bietet neben einer großen Liegewiese auch einen Spielplatz und ein Kinderfreibad. Hecken in verschiedenen Höhen und Rankpflanzen umfrieden den Park und einzelne Bereiche als grüne Grenze. Der Platz mit dem vom Berliner Architekten Jasper Halfmann entworfenen Schalenbrunnen bildet den nördlichen Parkzugang an der Oranienburger Straße.

Die Spreeuferpromenade korrespondiert in ihrer linearen Gestaltung mit dem gegenüberliegenden Museumsinselensemble. Gleichzeitig öffnet sie die Stadt zum Fluss. Teil der Promenade ist die vorgelagerte Monbijouterrasse: Sie ist aus großformatigen Sitzstufen aus Naturstein gefertigt und wird von fein geschnittenen und blühenden Hecken – einer Bühne gleich – gefasst. Von hier aus entfaltet sich ein weiträumiger Blick auf die Spree, das Bode-Museum und den Park.

Mit der Inbetriebnahme des Brunnens im April 2007 wurde der Bau der zentralen Parkfläche feierlich abgeschlossen. Die Bauarbeiten an der Spreeuferpromenade endeten 2008.

Projektdaten

Zuständigkeit Grün Berlin:
Projektentwicklung Grün Berlin GmbH
Projekt- und Baumanagement Grün Berlin GmbH
Bauherr: Grün Berlin GmbH für das Land Berlin
Entwurf/Planung: Lützow 7 Müller & Wehberg, Garten- und Landschaftsarchitekten, Berlin
Lage: Berlin Mitte, zwischen Friedrichsbrücke, Spree, Oranienburger Straße und Monbijoustraße
Größe: ca. 4 Hektar
Finanzierung: Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW) sowie Mittel aus dem Europäischen Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)
Bauzeiten: 2006 - 2008
Direkt an der Spree gegenüber der Museumsinsel