Der asphaltierte Weg durch den Park auf dem Nordbahnhof, links und rechts Bäume
© Grün Berlin
Parks

Park auf dem Nordbahnhof

Mehr als 30 Jahre nachdem die Teilung Berlins überwunden ist, blühen Areale wie der Park auf dem Nordbahnhof, die einst „Todesstreifen“ waren, wieder grün und lebenswert. Fünf Hektar des ehemaligen, leicht erhöhten Mauerstreifens zwischen den Bezirken Wedding und Mitte sind hier in den Jahren 2004 bis 2009 zu einer naturnah, aber urbanen Parkanlage zusammengewachsen, die außergewöhnliche Perspektiven auf die Stadt eröffnet, Spuren der Vergangenheit bewahrt und Menschen aus dem Kiez einen nahen Zugang zur Stadtnatur bietet.

Bis 1952 als Fernbahnhof genutzt, wurden hier Anfang der 1960er DDR-Grenzanlagen errichtet. Bis heute entdeckt man Relikte sowohl des einstigen Stettiner Bahnhofs als auch der deutsch-deutschen Teilung. Nah an der Gedenkstätte Berliner Mauer gelegen, zählt der Park auf dem Nordbahnhof heute zu den Berliner Orten, die dieses Kapitel deutscher Geschichte in wacher Erinnerung halten.

Die Neugestaltung des Areals geht auf einen Entwurf des Büros Fugmann & Janotta zurück, denen es gelungen ist, die wilden Vegetationsstrukturen und Zeugnisse der Berliner Vergangenheit auf dem Areal zu erhalten und zugleich den Erholungsansprüchen der Anwohnenden mit vielfältigen Spiel- und Freizeitangeboten gerecht zu werden. Entstanden ist ein Park, der mit viel Freiraum die Umgebung lebenswerter macht und Berliner Geschichte erlebbar werden lässt.

Zwei Jahre nach der Umgestaltung, 2011, wurde der Park auf dem Nordbahnhof mit dem Deutschen Landschaftsarchitekturpreis des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla) ausgezeichnet.

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