Blick auf den Gendarmenmarkt in Berlin.
© Bernd Petrikat

Der Gendarmenmarkt gilt als einer der schönsten Plätze Berlins. Eingerahmt im Süden vom Deutschen Dom und im Norden vom Französischen Dom ist er ein Zentrum urbanen Lebens mit bewegter Geschichte mitten in der Hauptstadt. Ursprünglich im 17. Jahrhundert als Marktplatz angelegt, bietet er heute den Berliner*innen und Gästen der Stadt einen Ort zum Schlendern und Flanieren, zum Erleben von Konzerten und Kultur-Highlights oder zum Essen und Trinken in einem der zahlreichen Restaurants und Cafés.

Lebenswert und nachhaltig: Umsetzung des mit der Öffentlichkeit entwickelten Gestaltungskonzeptes

Die intensive Nutzung des Platzes hat deutliche Spuren hinterlassen: Funktional und gestalterisch wird der Gendarmenmarkt den vielfältigen Bedürfnissen und Anforderungen der Bürger*innen, Anrainer- und Anwohner*innen nicht mehr gerecht. Begleitet durch ein umfangreiches Beteiligungsverfahren erarbeitete die zuständige Fachverwaltung ein städtebauliches Konzept für die Neugestaltung des Platzes. Grün Berlin wird auf dieser Basis den Gendarmenmarkt in den kommenden Jahren fit für die Zukunft machen. Nachhaltig und denkmalgerecht wird der Platz behutsam umgestaltet, um den einzigartigen Freiraum in Berlins Mitte zu gestalten. Öffentliche, kulturelle und wirtschaftliche Nutzungen sollen gefördert, der Platz als urbaner Raum mit hoher Aufenthaltsqualität und als bedeutender Ort der Stadtgeschichte Berlins erlebbar gemacht werden.

Umgestaltung in mehreren Phasen

Die Umsetzung der geplanten Baumaßnahmen ist komplex und erfordert ein abgestimmtes Vorgehen mehrerer öffentlicher Maßnahmenträger*innen.

Das Konzerthaus Berlin plant, im Juli 2021 mit den Bauarbeiten für den unterirdischen „HörSaal“ zu beginnen. Die vorgesehenen Tiefbauarbeiten führen zu Absperrungen eines Teilbereichs des Gendarmenmarkts. Die Fertigstellung ist für 2023 vorgesehen.

Parallel zu den Baumaßnahmen für den „HörSaal“ finalisiert Grün Berlin die Planungen für den Platz mit Ausnahme der Bereiche um den Französischen Dom. Es ist vorgesehen unterirdisch umfangreiche technische Infrastrukturen zu verlegen und so die provisorische oberirdische Leitungsversorgung abzulösen. Zukünftig ist die Durchführung von Veranstaltungen auf dem Platz unabhängig vom Konzerthaus möglich. Hierzu werden 24 neue Hausanschlüsse durch Stromnetz Berlin und die Berliner Wasserbetriebe für die Ver- und Entsorgung mit Strom und Wasser verlegt. Anfallendes Regenwasser kann zukünftig in unterirdischen Anlagen versickern. Die nachhaltige Entwicklung des Gendarmenmarkts leistet so einen positiven Beitrag zum Wasserhaushalt und zur Schonung der Kanalisation.

Mit dem Bauvorhaben Gendarmenmarkt soll Ende 2022 begonnen werden. Die Fertigstellung ist für Dezember 2024 vorgesehen.

Planung & Entwicklung

Präsentationsplan des Gendarmenmarkts
© Rehwaldt Landschaftsarchitekten

Impressionen

Weitere Urbane Freiräume

Ein Luftbild des Bahnhofs Ostkreuz aus dem Jahr 2018
© DB Netz AG
Vorplätze Ostkreuz
© Thomas Rosenthal
Platz der Luftbrücke
Döberitzer Grünzug