Luftsicht auf den Platz der Luftbrücke mit dem ehemaligen Flughafen Tempelhof.
© Thomas Rosenthal
Urbane Freiräume

Platz der Luftbrücke

Der Platz der Luftbrücke wird zu einem urbanen Raum mit Aufenthaltsqualität und Vorbildfunktion für nachhaltige Stadtentwicklung transformiert.

Innovative Maßnahmen zur Klimaresilienz, zur Umsetzung des Mobilitätsgesetzes, zur Förderung von lokaler Wirtschaft und sozialer Integration machen das Projekt zu einer Referenz für zukunftsgerichtete Stadtentwicklung. Mit der Realisierung entsteht ein zusammenhängender Stadtraum, der sich durch hochwertig gestaltete und funktionale öffentliche Räume auszeichnet.

Die Grün Berlin Stiftung hat 2018 für das Land Berlin die Planung und Realisierung der nachhaltigen Umgestaltung des Platz der Luftbrücke übernommen. In Abstimmung mit den Bürger*innen, Gewerbetreibenden und Anrainern, dem Bezirk Tempelhof-Schöneberg und der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt wurde auf Basis eines Ideen- und Realisierungswettbewerbs ein zukunftsweisendes Gesamtkonzept entwickelt.

Das bislang eher heterogene Gebiet wird sich zu einem zusammenhängenden, sinnstiftenden Raum mit abwechslungsreich angelegten Plätzen und Grünflächen wandeln. Mit einem innovativen Regenwassermanagement unterstützt die Umgestaltung das Konzept der Berliner Schwammstadt und wird durch den Klimawandel bedingte Folgekosten reduzieren.

Die Baumaßnahmen für einen ersten Teilbereich starten nach aktuellen Planungen Ende 2025.

Grün Berlin Insights | Platz der Luftbrücke

Die Umbaupläne für den Platz der Luftbrücke setzen auf ein umfassendes Nachhaltigkeitskonzept: Neben umweltfreundlicher Mobilität und der Umwandlung von Verkehrs- und versiegelten Flächen zu grünen Aufenthaltsräumen spielt ein innovatives Regenwassermanagement eine zentrale Rolle.

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Mehrwerte der Umbaumaßnahmen

Mehr Lebensqualität und Begegnung im öffentlichen Raum

Der Platz der Luftbrücke ist heute ein vom Verkehr dominierter Ort mit wenig Raum für soziale Begegnung. Attraktive Aufenthaltsräume werden zukünftig Raum für Freizeit und Austausch bieten. Insgesamt entstehen rund 8.800 m² zusätzlicher Freiraum, der allen Anwohner*innen zur Verfügung steht – als Ort der Begegnung, Erholung und Teilhabe. Ein bisher vor allem funktionaler Transitort wird zu einem lebendigen Treffpunkt und neuen Lieblingsort im Quartier. Gleichzeitig fördert die Umgestaltung ein gleichberechtigtes Miteinander im Verkehr: Breitere Gehwege sowie Schutzstreifen für Radfahrende schaffen sichere, inklusive Raume für den nicht motorisierten Verkehr.

Klimaanpassung: Mehr Grün-Blau statt Grau

Die Umgestaltung des Platzes folgt einem konsequent ökologischen Ansatz. Graue Infrastruktur wird in grün-blaue umgewandelt, Verkehrsflächen werden zu grünen Aufenthaltsräumen. Im Zentrum steht ein innovatives Regenwassermanagement: Regenwasser wird gespeichert, zur Versorgung der Vegetation genutzt und dezentral versickert. So wird die Kanalisation entlastet, die Grundwasserneubildung unterstützt und das Mikroklima vor Ort durch Verdunstung spürbar gekühlt. Davon profitieren Mensch und Natur, denn diese Maßnahmen leisten einen wichtigen Beitrag zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels und machen das Quartier widerstandsfähiger gegenüber Hitzebelastung und Starkregen.

Wirtschaftliche Vorteile

Auch ökonomisch bringt das Projekt Mehrwerte: Die Maßnahmen stärken den lokalen Einzelhandel in der Manfred-von-Richthofen-Straße, denn die Aufenthaltsqualität für Kund*innen und Passant*innen wird gesteigert. Mit neuen Ladezonen und Kurzzeitparkplätzen entsteht eine lebendige, einladende Geschäftsstraße. Zur Wirtschaftlichkeit tragen auch die Maßnahmen im Rahmen der Klimaanpassung bei: Wenn Regenwasser die Grünflächen bewässert, spart das langfristig Kosten. Gleichzeitig schützt das integrierte Regenwassermanagement vor Überflutungsschäden, etwa in tieferliegenden Bereichen wie der Gartenstadt. 

Aktuelles zum Platz der Luftbrücke

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