Platz der Luftbrücke

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Der Platz der Luftbrücke ist Verkehrsknotenpunkt, geschichtsträchtiger Ort und Gartendenkmal zugleich. Er soll mit der interessierten Öffentlichkeit zu einem nachhaltigen Stadtraum mit Vorzeigecharakter umgestaltet werden.

Der Platz der Luftbrücke wird zum Vorzeigeprojekt einer nachhaltigen Stadt- und Freiraumentwicklung

Der Platz der Luftbrücke ist stark genutzter Verkehrsknotenpunkt, geschichtsträchtiger Ort und Gartendenkmal zugleich. Um den vielfältigen Herausforderungen einer wachsenden Stadt zu begegnen und die unterschiedlichen Ansprüche an den Platz zu vereinen, lobte das Land Berlin 2018 einen landschaftsplanerischen Wettbewerb aus. Als Sieger ging der Entwurf des Büros Bruun & Möllers GmbH & Co. KG, Hamburg, hervor.

Nachhaltige städtebauliche Ziele

In den kommenden Jahren wird das Quartier für und mit den Anwohnenden und der interessierten Öffentlichkeit umgestaltet. Ziel ist es, Nachhaltigkeit, Klimaresilienz und umweltfreundliche Mobilität zu fördern und das Bedürfnis der Menschen nach Quartieren mit hoher Lebensqualität zu erfüllen. Damit ist der Platz der Luftbrücke eines der ersten größeren Referenzprojekte der Charta für das Berliner Stadtgrün und steht modellhaft für die innovative und nachhaltige Entwicklung von Verkehrs- und Freiräumen in der Hauptstadt. Ziele sind u.a. die Realisierung:

  • eines zusammenhängenden Stadtraums
  • eines hochwertigen Entrées zum ehemaligen Flughafen Tempelhof
  • abwechslungsreicher öffentlicher Plätze
  • des Berliner Mobilitätsgesetz
  • eines innovativen Regenwassermanagements
  • modellhafter Teil-Maßnahmen
  • von Maßnahmen zur Stärkung der historischen Dimensionen.

Bürger*innenbeteiligung

Schon während des Wettbewerbsverfahrens fanden zwei öffentliche Veranstaltungen statt. Die Anregungen flossen in die Wettbewerbsentwürfe ein und werden auch in der Fortschreibungsstudie berücksichtigt. Die Partizipation wird auch während der Planungsphase bis vs. Mitte 2023 fortgesetzt. Zum Auftakt findet am 9.12.2020 eine digitale Veranstaltung zum Gesamtprojekt „Platz der Luftbrücke“ mit Dialogwerkstatt zum Quartiersplatz ein.

Historie

Unter den Nationalsozialisten als repräsentativer Vorplatz des Flughafens Tempelhof geplant, gehörte der Platz der Luftbrücke zu einer monumentalen städtebaulichen Achse der „Welthauptstadt Germania“. Nach dem Zweiten Weltkrieg gestaltete das Gartenbauamt Tempelhof den Platz neu, damit am 10. Juli 1951 die feierliche Einweihung des „Denkmals für die Opfer der Luftbrücke“ stattfinden konnte. Das 20 Meter hohe Denkmal aus Stahlbeton erinnert an die drei von den westlichen Alliierten genutzten Luftkorridore, mit denen Westberlin während der Blockade von Westdeutschland aus versorgt wurde.

In der Folgezeit wurden diverse Straßenbaumaßnahmen durchgeführt. Deshalb wird der Stadtraum v.a. als stark genutzter Verkehrsknotenpunkt wahrgenommen. Durch die Umsetzung des Wettbewerbsergebnisses werden die Teilräume des Platzes der Luftbrücke wieder zusammengeführt und im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung realisiert.

Projektdaten

Zuständigkeit Grün Berlin:
Projekt- und Baumanagement Grün Berlin Stiftung
Bauherr: Grün Berlin Stiftung für das Land Berlin
Entwurf/Planung: Bruun & Möllers GmbH & Co. KG, Hamburg
Lage: Überwiegend Bezirk Tempelhof-Schöneberg, Ortsteil Tempelhof;
ferner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg
Größe: 4,9 ha
Kosten: 10,35 Mio € brutto
Finanzierung: Land Berlin
Bauzeiten: Baubeginn voraussichtlich 2023
Der Platz der Luftbrücke ist Verkehrsknotenpunkt, geschichtsträchtiger Ort und Gartendenkmal zugleich. Er soll mit der interessierten Öffentlichkeit zu einem nachhaltigen Stadtraum mit Vorzeigecharakter umgestaltet werden.